Im Château von Pont l'Abbé ist außer dem Musée Bigouden auch das Rathaus untergebracht
Nur eine halbe Stunde Fahrt von Plouhinec entfernt liegt Pont-l’Abbé (auf Bretonisch: Pont-’n-Abad). Als geschäftiger Mittelpunkt der Region ist die Stadt weit mehr als nur ein Handelszentrum – sie ist der Hüter der bigoudischen Traditionen und Geschichte.
Die Burg von Pont l' Abbé und der Ort im 14 Jahrhundert und Ende des 17. Jahrhunderts
Der Name der Stadt ist eng mit ihrer Entstehung verknüpft. Der Überlieferung nach geht Pont-l’Abbé auf einen Abt (abbé) des Klosters von Loctudy zurück. Dieser ließ bereits im 7. Jahrhundert an dieser strategisch günstigen Stelle eine Brücke (pont) errichten, um den Fluss zu überqueren. So bedeutet der Name bis heute schlicht: „Die Brücke des Abtes“.
Heute verbindet die Stadt auf charmante Weise ihre tiefe historische Verwurzelung mit einer lebendigen Gegenwart. Wer das echte Pays Bigouden erleben möchte, kommt an einem Besuch in Pont-l’Abbé nicht vorbei.
Eine halbe Stunde fährt man mit dem PKW von Plouhinec nach Pont l' Abbé, auf Bretonisch 'Pont-'n-Abad', dem geschäftigen Mittelpunkt des Pays Bigouden.
Der Name von Pont l' Abbé geht der Überlieferung nach darauf zurück, dass ein Abt (abbé) von Loctudy im 7. Jahrhundert an diesem Ort eine Brücke (pont) erbauen ließ. Pont l' Abbé bedeutet also soviel wie "Die Brücke des Abtes"
Früher war der Hafen von Pont l' Abbé ein bedeutender Fischereihafen, heute dient er jedoch fast ausschließlich der Freizeitschifffahrt
Pont-l’Abbé lädt zu einer Entdeckungsreise ein, die weit über das Übliche hinausgeht. Ein Stadtbummel führt Sie nicht nur vorbei an beeindruckenden historischen Bauwerken, sondern auch durch belebte Fußgängerzonen. Mit über zweihundert Fachgeschäften ist die Stadt das lebendige Handelszentrum der Region.
Besonders Kunst- und Kulturliebhaber kommen hier auf ihre Kosten:
Galerien & Handwerk: Rund zehn Kunstgalerien sowie diverse Antiquitäten- und Trödelläden laden zum Stöbern ein. Hier findet man oft noch echte Raritäten oder moderne bretonische Kunst.
Das Schloss (Château de Pont-l’Abbé): Das markante Schloss war einst die Residenz der mächtigen Barone von Pont-l’Abbé. Heute beherbergt es unter anderem das Hôtel de Ville (das Rathaus).
Musée Bigouden: Im Turm des Schlosses befindet sich das Herzstück für Traditionsbewusste. Anhand prachtvoller Möbel, Alltagsgegenstände und der weltberühmten, meterhohen Spitzenhauben erhalten Sie hier einen faszinierenden Einblick in die Lebensweise der Bigoudens. Es ist der beste Ort, um zu verstehen, warum die Menschen hier so stolz auf ihre Wurzeln sind.
Altes Kirchenportal in Pont l'Abbé (Notre-Dame-des-Carmes)
Für alle, die noch tiefer in die Seele der Region eintauchen möchten, bietet die „Außenstelle“ des Musée Bigouden ein ganz besonderes Erlebnis.
Etwa 3 Kilometer außerhalb von Pont-l’Abbé (an der D2 in Richtung Loctudy) liegt das Ecomusée auf dem historischen Bauernhof „La Ferme de Kervazégan“.
In dieser authentisch erhaltenen Ferme scheint die Zeit um das Jahr 1900 stehengeblieben zu sein. Hier wandeln Sie durch Räume, die originalgetreu mit Möbeln und Geräten aus der Jahrhundertwende ausgestattet sind. Es ist ein eindrucksvolles Zeugnis vom oft entbehrungsreichen, aber stolzen Leben der einfachen Bauernfamilien im Pays Bigouden.
Besucher-Informationen (Stand 2026):
Saison: Geöffnet vom 01. Juni bis 30. September.
Uhrzeiten: Täglich von 10:00 bis 12:00 Uhr und 14:15 bis 18:00 Uhr.
Wichtig: An Sonntagen und Feiertagen ist das Museum geschlossen (außer während der offiziellen französischen Schulferien).
Monument aux Bigoudens in Pont l' Abbé
Wenn Sie Ihren Besuch zeitlich planen können, sollten Sie unbedingt den Donnerstagvormittag wählen.
Der große Wochenmarkt in Pont-l’Abbé findet das ganze Jahr über statt und ist weit über die Grenzen des Bigoudenlandes hinaus berühmt. Er erstreckt sich über mehrere Plätze im gesamten Stadtzentrum und bietet eine unglaubliche Vielfalt: Von fangfrischen Meeresfrüchten und lokalem Käse bis hin zu bretonischem Kunsthandwerk und den typischen Crêpes – hier erleben Sie das geschäftige, authentische Leben der Region hautnah.
Wenn Sie in Pont-l’Abbé sind, ist ein Abstecher zum ältesten Kalvarienberg der Bretagne ein absolutes Muss. Nur eine knappe Viertelstunde Fahrt in Richtung der Surfer-Enklave Pointe de la Torche führt Sie nach Tronoën, einem Ort, der wie kein zweiter die tiefe Religiosität und Standhaftigkeit der Bretonen verkörpert.
Die Kirche Notre Dame de Tronoën und der Calvaire
Der monumentale Calvaire von Tronoën wurde zwischen 1450 und 1460 errichtet, kurz nach der Fertigstellung der dazugehörigen Kapelle Notre-Dame de Tronoën. In einer Zeit, in der viele Menschen weder lesen noch schreiben konnten, dienten diese steinernen Bildwerke als „Bibel der Armen“.
Meisterwerk aus Granit: Auf zwei Ebenen wurden über einhundert Einzelfiguren aus dem harten bretonischen Granit herausgearbeitet. Sie erzählen die Lebens- und Leidensgeschichte Christi.
Die Kreuze von Golgatha: Hoch über den Figurengruppen ragen die drei Kreuze empor, die weithin sichtbar als Orientierungspunkt in der flachen Landschaft dienten.
Auch wenn der Granit nach über 500 Jahren im Peitschenregen und den salzigen Stürmen des Atlantiks gelitten hat, ist die bildhauerische Kraft der Darstellung noch immer zutiefst beeindruckend. Die Verwitterung verleiht den Gesichtern heute eine ganz eigene, fast melancholische Würde.
Es lohnt sich, den Calvaire einmal in Ruhe ganz zu umrunden, um die feinen Details der biblischen Szenen zu entdecken.
Der Calvaire de Notre Dame de Tronoën
Auf Youtube zeigen wir Ihnen das schönste Ende der Welt:
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