Planen Sie einen Ausflug in das Herz des Bigoudenlandes!
Loctudy liegt nur etwa 40 Minuten von Plouhinec entfernt und lässt sich hervorragend mit einer Weiterfahrt nach Concarneau verbinden.
Der charmante Hafen- und Badeort ist der östlichste Fischereihafen der Bretagne in dieser Region. Er liegt malerisch am Südufer der Rivière de Pont-l'Abbé, direkt gegenüber der Halbinsel Île-Tudy.
Ein besonderes Highlight erwartet Sie am Nachmittag: Gegen 16 Uhr kehren die Fischerboote in den Hafen von Loctudy zurück. Beobachten Sie das Entladen der kostbaren Fracht – die fangfrischen Kaisergranate (Langustinen), die hier liebevoll "Demoiselles de Loctudy" genannt werden.
Für das kulinarische Wohl ist ebenfalls gesorgt: Direkt in Hafennähe finden Sie gemütliche kleine Restaurants, die mittags ein preiswertes und authentisches Menü mit regionalen Spezialitäten anbieten.
Nutzen Sie die Gelegenheit, in einem der Fischgeschäfte am Hafen oder – unser Geheimtipp – direkt bei den Fischern nach der Ankunft der Boote fangfrische Langustinen zu erwerben. Oft ist der Kauf direkt an der Kaimauer sogar günstiger als im Laden und ein authentisches Erlebnis zugleich.
Was gibt es Schöneres, als diese regionalen Köstlichkeiten später ganz entspannt im eigenen Ferienhaus in der Bretagne zuzubereiten? Genießen Sie Ihre Meeresfrüchte gemütlich auf der Terrasse mit einem weiten Blick auf den Atlantik.
Kann Urlaub in der Bretagne schöner sein?
Ein markantes Wahrzeichen begrüßt Sie direkt an der Hafeneinfahrt: der Leuchtturm „La Perdrix“. Anders als die typischen runden Türme besticht dieser quadratische Turm durch sein auffälliges schwarz-weißes Schachbrettmuster.
Er ist ein beliebtes Fotomotiv für jeden Bretagne-Urlaub und markiert den Übergang von der offenen See in die geschützte Mündung der Rivière de Pont-l'Abbé. Ein Spaziergang entlang der Kaimauer bietet Ihnen den besten Blick auf dieses maritime Denkmal und die vorbeiziehenden Fischerboote.
Phare de la Perdrix in Loctudy, ein Schachbrett im Atlantik
Baujahr: Der heutige Turm wurde 1889 fertiggestellt und ging 1918 offiziell in Betrieb.
Höhe: Er misst stolze 17,40 Meter.
Das Design: Ursprünglich war der Turm komplett rot gestrichen. Das ikonische schwarz-weiße Schachbrettmuster erhielt er erst im Jahr 1947.
Der Name: „La Perdrix“ bedeutet „Das Rebhuhn“. Er wurde nach den gefährlichen Felsen benannt, auf denen er steht, die bei Ebbe wie eine Gruppe Rebhühner aus dem Wasser ragen sollen.
Rettung durch die Bürger: Im Jahr 2000 sollte der Turm eigentlich abgerissen werden, da moderne Bojen seine Aufgabe übernommen hatten. Die Einwohner von Loctudy und Île-Tudy wehrten sich jedoch erfolgreich – heute ist er das stolze Wahrzeichen der Stadt und sogar im Stadtwappen zu finden.
Neben dem lebendigen Treiben am Hafen hat Loctudy noch weitere Schätze zu bieten, die Ihren Ausflug bereichern:
Romanische Baukunst: Ein kurzer Spaziergang führt Sie zur Kirche Saint-Tudy. Sie gilt als eine der besterhaltenen romanischen Kirchen der Bretagne aus dem 11. Jahrhundert und beeindruckt durch ihre schlichte, ehrwürdige Atmosphäre.
Entspannung am „Sables Blancs“: Wer nach dem Hafenbummel die Füße in den Sand stecken möchte, findet am Plage des Sables Blancs einen wunderschönen, feinsandigen Strand. Er ist ideal für ein Sonnenbad oder einen erfrischenden Sprung in den Atlantik.
Der „Bac“ nach Île-Tudy: Ein besonderes Erlebnis ist die Überfahrt mit der kleinen Personenfähre (Le Bac). In nur wenigen Minuten setzen Sie vom Hafen Loctudy auf die gegenüberliegende Halbinsel Île-Tudy über. Dort erwarten Sie schmale Gassen, blumengeschmückte Häuser und ein ganz eigener, fast inselartiger Charme.
Blick auf die Île Tudy vom Wasser aus
Nur etwa zehn Kilometer von Loctudy entfernt, in Richtung Penmarch, liegt Le Guilvinec. Der Ort ist weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt, denn er ist – gemessen an der Anzahl der Seeleute – der bedeutendste Fischereihafen Frankreichs.
Beeindruckende Zahlen untermauern den Stellenwert des Hafens: Täglich fahren hier rund 100 Boote aufs Meer hinaus. Über 1.000 Männer und Frauen sind hier direkt in der Fischerei beschäftigt, weitere 3000 Artbeitsplätze sind indirekt mit dem Hafen verbunden. Jährlich werden ca. 13.000 bis 15.000 Tonnen Fisch und Meeresfrüchte angelandet. Der jährliche Umsatz der Fischauktion (Criée) beläuft sich auf rund 65 bis 75 Millionen Euro.
An den Kais von Le Guilvinec werden täglich fangfrische Köstlichkeiten von den Booten entladen. Wenn die Flotte am Nachmittag in den Hafen zurückkehrt, beginnt ein beeindruckendes Schauspiel.
Le Guilvinec ist nicht nur ein malerisches Ausflugsziel, sondern ein echtes wirtschaftliches Kraftzentrum. Als größter handwerklicher Fischereihafen Frankreichs (port de pêche artisanale) spielt er eine Schlüsselrolle für die gesamte Region.
Hier wird Tradition noch großgeschrieben, aber mit modernster Technik kombiniert:
Frische-Garantie: Da die Boote täglich zurückkehren, ist die Qualität der Ware unübertroffen – ein Grund, warum Spitzenköche aus ganz Frankreich ihren Fisch direkt aus der Criée von Le Guilvinec beziehen.
Lebendiges Kulturerbe: Die Fischerei ist hier kein Museumsstück, sondern geleiteter Alltag. Das Zusammenspiel von Werften, Fischerbooten und der Fischauktion macht den Ort zu einem authentischen Erlebnis, das weit über einen normalen Touristenbesuch hinausgeht.
Ein absolutes Muss für jeden Besucher: Gegen 16:00 Uhr füllen sich der Hafen von Le Guilvinec und die Kais mit Leben. Es ist der Moment, in dem die Fangflotte von der Hochsee zurückkehrt.
Das Einlaufen der bunten Fischerboote und das geschäftige Abladen der Kisten mit dem Fang lässt sich am besten von der Panorama-Plattform oberhalb der „Criée“ (der Fischversteigerungshalle) beobachten. Von hier oben haben Sie einen perfekten Logenplatz:
Blick über den Hafen: Beobachten Sie das präzise Manövrieren der Boote.
Hautnah dabei: Verfolgen Sie, wie Kisten voller glitzernder Fische und fangfrischer Langustinen direkt in die Auktionshalle transportiert werden.
Authentische Atmosphäre: Das Geschrei der Möwen und das geschäftige Treiben der Fischer machen diesen Moment zu einem unvergesslichen Erlebnis Ihres Bretagne-Urlaubs.
Sobald die Boote entladen sind, wandert die frische Ware – von Seeteufel und Rochen über Tintenfische bis hin zu den begehrten Langustinen – direkt in die Criée von Le Guilvinec. Ab etwa 16:30 Uhr beginnt hier die spannende Fischversteigerung.
Das Besondere für Sie als Besucher: Sie können dieses geschäftige Treiben im Rahmen einer geführten Besichtigung hautnah miterleben. Es ist faszinierend zu sehen, wie schnell die Gebote abgegeben werden und der frische Fang seine Käufer findet.
Wichtiger Hinweis für Selbstversorger: Die Versteigerung in der Criée ist ausschließlich professionellen Händlern vorbehalten.
Als Privatperson kann man hier nicht direkt einkaufen. Wer jedoch Lust auf fangfrischen Fisch für das Abendessen im Ferienhaus hat, findet in den zahlreichen Fischgeschäften (Poissonneries) direkt am Hafen eine fantastische Auswahl der soeben angelandeten Schätze.
Auch wenn Sie in der Auktionshalle selbst nicht mitbieten können, müssen Sie auf den Genuss nicht verzichten. Direkt davor, am Hafen, finden Sie ein gut sortiertes Fischgeschäft, das das gesamte Spektrum der bretonischen See abdeckt. Von imposanten Meerspinnen und edlem Hummer bis hin zu den berühmten Langustinen und einer riesigen Auswahl an Fischarten gibt es hier alles, was das kulinarische Herz begehrt.
Unser Insider-Tipp: Da der Laden direkt an der touristischen Hauptader am Hafen liegt, spiegelt sich die prominente Lage oft im Preis wider. Er gilt im Vergleich zu anderen Fischgeschäften in der Umgebung als etwas teurer. Wer ein wenig sparen möchte, kann auch die kleineren Fischhändler in den Nebenstraßen oder die lokalen Wochenmärkte in der Region Bigoudenland besuchen.
Ein Besuch in Le Guilvinec ist nicht komplett ohne einen Abstecher in die HaliOtika, la Cité de la Pêche (das Fischereizentrum HaliOtika).
In diesem modernen Fischereizentrum tauchen Sie tief in die faszinierende Welt der Seeleute des Finistère ein.
Die Erlebnisausstellung bietet spannende Einblicke für jedes Alter:
Alltag der Fischer: Erfahren Sie alles über den harten Weg des Fisches vom weiten Meer bis auf Ihren Teller.
Kulinarische Workshops: Schnuppern Sie in die Zubereitung von frischem Fisch und gesunden Meeresalgen hinein oder verkosten Sie authentische bretonische Fischsuppe.
Natur pur: Lernen Sie die Kunst des Wattfischens (die sogenannte pêche à pied).
Das ultimative Abenteuer: Über die Cité de la Pêche lässt sich sogar ein ganzer Tag auf einem echten Fischkutter organisieren – ein unvergessliches Erlebnis!
Besonders besucherfreundlich: Für deutschsprachige Gäste werden Führungen in deutscher Sprache angeboten. Zudem ist die Haliotika der ideale Ausgangspunkt, um der spannenden Criée (Fischauktion) am späten Nachmittag beizuwohnen. Für Kinder ist die interaktive Ausstellung ein absolutes Highlight und macht das Thema Fischerei spielerisch begreifbar.
Auf Youtube zeigen wir Ihnen das schönste Ende der Welt:
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