Wanderung: Réserve du Cap Sizun in Goulien   -   Ti Félix und weiter zur Pointe de Penharn

Réserve du Cap Sizun, Goulien, Ti Félix, Wanderhütte, GR 34

Ein ideales Ziel, auch für Familien mit Kindern:    Die Wanderung nach Ti Félix

Die Wanderung zum historischen Häuschen Ti Félix (oft auch Ty Félix geschrieben) ist eine der familienfreundlichsten Strecken in diesem Abschnitt. Da der Weg keine extremen Passagen aufweist und die Distanz moderat bleibt, kann diese Tour auch von Kindern sehr gut bewältigt werden.

 

Rasten mit Panoramablick:

Das kleine, restaurierte Steinhaus liegt idyllisch eingebettet in die Heidelandschaft, nur etwa zweihundert Meter von den spektakulären Klippen der Küste von Goulien entfernt. Das Besondere für Wanderer:

 

Picknickplätze: Sowohl vor als auch hinter dem Häuslein finden Sie jeweils einen massiven Picknicktisch.

 

Vesper unter freiem Himmel: Dies ist der perfekte Ort, um die mitgebrachte Vesper zu verzehren, sich auszuruhen und dabei den ungestörten Ausblick auf die Küste zu genießen.

 

Für Kinder ist die Rast an diesem urigen alten Häuschen, kombiniert mit der Nähe zu den Klippen und der weiten Natur, immer ein ganz besonderes Erlebnis. 

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Ti Félix, was auf Bretonisch schlicht „Das Haus von Felix“ bedeutet, besticht durch seine einzigartige und einsame Lage. Es schmiegt sich malerisch unter eine Gruppe charakteristischer, windschiefer Bäume – ein deutliches Zeichen für die rauen Winde, die hier vom Atlantik heraufwehen.

 

Das Häuschen liegt inmitten der wunderschönen und weiten Heidelandschaft von Menez Kermaden. Diese Gegend bei Goulien ist bekannt für ihr wechselndes Farbspiel aus dem Gelb des Ginsters und dem Violett der Heide, was Ti Félix besonders im Spätsommer, zur Zeit der Heideblüte, zu einem ganz besonderen Anblick macht.

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So finden Sie den Weg zu Ti Félix

Damit Ihre Wanderung entspannt beginnt, empfiehlt es sich, den offiziellen Parkplatz der Réserve du Cap Sizun Est zu nutzen. Die Zufahrt ist sowohl vom Ort Goulien als auch von der Hauptstraße (Départementale 7) in/aus Richtung Douarnenez gut beschildert.

 

Die Wegbeschreibung im Detail:

  1. Start am Parkplatz: Vom Parkplatz aus gehen Sie nicht durch das Holztor in die Réserve hinein.

  2. Der erste Abschnitt: Halten Sie sich stattdessen auf dem kleinen Weg, der parallel zur Zufahrtsstraße zum Parkplatz entlang des Zauns der Réserve wieder ein Stück zurück in Richtung Goulien führt.

  3. Abbiegen auf den GR 34: Nach kurzer Zeit biegen Sie von diesem Weg nach rechts in einen Trampelpfad ab. Sie befinden sich dann schnell auf dem legendären Küstenwanderweg GR 34 in Richtung der Réserve du Cap Sizun Ouest und der Pointe de Penharn.

Ab hier folgen Sie einfach dem GR34 entlang der Küste.

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Sobald Sie dem GR 34 folgen, öffnet sich die Landschaft. Zu Ihrer Rechten haben Sie zunächst einen fantastischen Blick zurück auf die imposanten Klippen der Réserve du Cap Sizun.

 

Ein besonderes Highlight offenbart sich beim Blick nach unten: Eine kleine Bucht lockt mit fast schon karibisch anmutendem, türkisgrünem Wasser. Besonders bei Ebbe kommt hier ein kleiner, wunderschöner Strand zum Vorschein.

 

Wenn Sie genau hinschauen, können Sie den Pfad entdecken, der hinunter zum Wasser führt. Doch hier ist Vorsicht geboten:

  • Beschaffenheit: Der Abstieg ist sehr steil und völlig unbefestigt.

  • Eignung: Er ist keinesfalls für kleine Kinder oder Menschen geeignet, die nicht absolut trittsicher sind.

  • Sicherheit: Denken Sie daran, dass Sie denselben steilen Weg auch wieder hinaufsteigen müssen!

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Nach einem kurzen Anstieg erreichen Sie Ti Félix.

 

Das kleine Steinhaus wurde unweit der Klippen von einem gewissen Félix Coquet (1875–1946) erbaut. Die Legende besagt, dass seine Frau – vorsichtig ausgedrückt – ein recht 'schwieriges' Temperament besaß. Félix zog es daher vor, die Ruhe der Steilküste zu genießen: Ganze 19 Jahre lang lebte er hier in trauter Eintracht mit seiner Kuh, seinem Hund, einem Huhn und einer Ente.

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Nach dem Tod von Félix im Jahr 1946 verfiel das Gebäude zusehends, da der Küstenschutz einen Wiederaufbau zunächst untersagte. Erst vor einigen Jahren wurde Ti Félix von der Gemeinde Goulien liebevoll restauriert.

 

Heute dient das Häuschen Wanderern auf dem Küstenweg als geschätzter Rastplatz. Im Inneren ist die bewegte Geschichte des Ortes dokumentiert, während die Meerseite ein besonderes Kunstwerk ziert: Das ‚Auge‘ von Pierre Chanteau, das er für die Gemeinde Goulien geschaffen hat.

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Wer nach der Rast noch weiterwandern möchte, den erwartet ein besonders schönes Teilstück: Von Ti Félix aus führt der Pfad direkt durch die unberührte Natur der kleinen Réserve du Cap Sizun Ouest bis zur markanten Pointe de Penharn

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Auf diesem Wegabschnitt erwarten Sie spektakuläre Ausblicke auf die zerklüftete Küste und die vorgelagerten Felseninseln.

 

Mit etwas Glück begegnen Sie den frei weidenden Dartmoor-Ponys oder den Schafen der Rasse ‚Landes de Bretagne‘.

 

Ein wichtiger Hinweis für Hundebesitzer: Zum Schutz der Weidetiere herrscht innerhalb der Holzgatter der Réserve Ouest strikte Leinenpflicht.

Die Gefahr eines Absturzes an der Steilküste ist für die Schafe und Ponys bei Verfolgung durch Hunde lebensgefährlich. 

Bitte leinen Sie Ihren Vierbeiner daher unbedingt an, sobald Sie durch die Holzgatter in das Reservat eintreten. In der kleinen Réserve Ouest sind anders als in der großen Réserve Est Hunde erlaubt, aber halten Sie sich bitte an die Regeln, damit das auch so bleibt.

Von der Réserve Ouest zur Pointe de Penharn

Die wilde Schönheit ganz tief im Westen

Hinter der kleinen Réserve Ouest wird der G34 schmaler und die Landschaft noch eindrucksvoller. Sie wandern nun auf einem der spektakulärsten Abschnitte des Küstenwegs, wo der Wind und das Meer die Granitfelsen über Jahrtausende geformt haben.

 

Der Weg schlängelt sich immer entlang der Klippenkante und bietet Ihnen freie Sicht auf den Atlantik. Während Sie sich der Pointe de Penharn nähern, genießen Sie spektakuläre Ausblicke auf vorgelagerte Felseninseln, die den Seevögeln als Ruheplätze dienen – ein Logenplatz für Naturliebhaber.

Kurz bevor Sie Penharn erreichen, offenbart sich bei Ebbe ein herrlicher kleiner Sandstrand unter den Klippen und dem GR34.

 

Ein wirkliches kleines Paradies, das jedoch nur über eine Art Kletterpartie über einen schmalen Felsenpfad erreichbar ist – ein Abstecher, der Trittsicherheit und festes Schuhwerk voraussetzt.

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Nichts für schwache Nerven: Der Abstieg nach Heign Ar Hass

Vom unteren Parkplatz in Penharn, den Sie direkt nach dem Strand erreichen, führt ein Pfad steil und spektakulär hinunter zum kleinen Schutzhafen Heign Ar Hass. Dieser Weg ist wirklich atemberaubend, erfordert aber höchste Vorsicht:

Wichtiger Sicherheitshinweis: Der Weg verläuft teilweise sehr nah an beeindruckenden Abgründen entlang. Dieser Abschnitt ist absolut nicht für Personen mit Höhenangst, für Kinder oder für Wanderer ohne Trittsicherheit geeignet.

Vom Küstenwanderweg GR34 aus können Sie den winzigen Hafen weit unter sich am Fuße der Felsen liegen sehen – ein Anblick, der die dramatische Höhe dieser Steilküste verdeutlicht.

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Blick vom GR34 tief hinunter auf Heign Ar Hass

Wissenswertes zu Heign Ar Hass (auch Heign Has genannt)

  • Extreme Tiefe: Es ist kaum zu glauben, aber direkt an der Metallleiter im Hafenbecken ist das Wasser bereits 10 Meter tief. Nur etwa 50 Meter weiter draußen fällt der Boden auf 20 Meter ab. Das macht die Bucht heute zu einem beliebten (aber anspruchsvollen) Revier für Sporttaucher.

  • Die Konstruktion: Der Hafen ist ein sogenannter „Abri naturel“ (natürlicher Schutzhafen). Er liegt in einer Granitspalte, die Schutz vor Westwinden bietet. Um ihn nutzbar zu machen, wurden Treppen direkt in den Fels gehauen und Plattformen aus Granit und Zement errichtet.

  • Ein Ort für „Spezialisten“: Früher nutzten lokale Fischer den Ort als saisonalen Unterschlupf. Noch heute sieht man dort oft Aussières (starke Taue), die zwischen der Kaimauer und der gegenüberliegenden Felswand gespannt sind. Damit ziehen sich die Fischer in ihren Beibooten (Annexes) zu ihren festgemachten Booten hinaus – eine ziemlich sportliche Angelegenheit!

Unten in Heign Ar Hass

Haben Sie Heign Ar Hass hinter sich gelassen, führt Sie der Weg schließlich zum krönenden Abschluss: der Pointe de Penharn.

 

Hier werden Sie mit einem unvergleichlichen Panoramaausblick belohnt, der die Mühen des Weges sofort vergessen lässt.