Wanderungen ab Esquibien Trez Goarem

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Die Dünen von Trez Goarem sind ein 'site naturel protégé'

Anfahrt & Startpunkt

Fährt man in Audierne die Hauptstraße bergan in Richtung der Pointe du Raz, zweigt noch vor dem Lidl-Markt links eine Straße ab (beschildert Richtung Esquibien / Dunes de Trez Goarem/Gendarmerie). Sie folgen dann weiter der Beschilderung Dunes de Trez Goarem.

 

Direkt an den Dünen befindet sich ein großer Wanderparkplatz. Von hier aus haben Sie zwei fantastische Möglichkeiten:

  • Richtung Westen: Entlang der wilden Küste zur Pointe du Raz.

  • Richtung Osten: Ein entspannter Weg zurück Richtung Audierne.

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Der Wanderparkplatz ist schon von Weitem gut sichtbar durch diesen einsamen Menhir, der an seinem Rand steht und über die Bucht wacht

Die Bucht 'Anse du Cabestan'

Der über 800 Meter lange Strand von Trez Goarem liegt eingebettet in der malerischen Bucht Anse du Cabestan. Begrenzt durch die Pointe de Penn an Enez, ist dieser Küstenabschnitt ein Ganzjahres-Hotspot für Wellenreiter und Surfer.

 

Interessantes Detail: In den Sommermonaten dient ein ehemaliger Bunker oberhalb des Strandes den Rettungsschwimmern als markanter Aussichtsposten.

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Naturerlebnis Dünenlandschaft

Hinter dem Strand erstrecken sich die Dünen von Trez Goarem über mehr als 75 Hektar. Dieses Gebiet steht unter dem Schutz des Conservatoire du littoral.

 

Es ist ein Paradies für Naturliebhaber und ideal für Spaziergänge mit Hunden, solange die Natur respektiert wird.

Schafe in den Dünen von Trez Goarem in Esquibien, Bucht von Audierne, Cap Sizun

Schafe in den Dünen von Trez Goarem

Wanderung von Trez Goarem nach Sainte-Evette

Vom Wanderparkplatz aus führt der Weg durch die sanften Dünen zum Atlantik und dann biegen Sie links ab in Richtung Audierne. Schon nach kurzer Zeit erreichen Sie die Pointe de Penn an Enez.

 

Ein historischer Blickfang erwartet Sie hier: Seit 2017 blicken wieder zwei Kanonen drohend auf den Atlantik hinaus. Sie sind originalgetreue Erinnerungen an die Verteidigungsanlagen aus dem 17. Jahrhundert, die einst die Küste des Cap Sizun vor Angreifern schützten.

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Die Kanonen von Penn-an-Enez

Geschichte am Wegesrand: Die Kanonen von Penn an Enez

  • Ursprung im 17. Jahrhundert: Die ursprüngliche Geschützstellung (die sogenannte Batterie) wurde Ende des 17. Jahrhunderts unter der Herrschaft von Ludwig XIV. errichtet. Zu dieser Zeit befand sich Frankreich fast ständig im Krieg mit England und den Niederlanden.

  • Strategische Bedeutung: Die Pointe de Penn an Enez liegt am Eingang zur Bucht von Audierne. Die Kanonen dienten dazu, feindliche Schiffe daran zu hindern, in die Bucht einzulaufen oder am Strand von Trez Goarem Truppen anzulanden.

  • Die Anlage: Damals gab es dort nicht nur die Kanonen, sondern auch ein kleines Wachhaus (Corps de garde), ein Pulvermagazin und einen Signalmast, um mit anderen Stellungen entlang der Küste zu kommunizieren.

  • Die Kanonen heute: Die zwei Kanonen, die dort heute stehen, sind Nachbildungen, die im Jahr 2017 installiert wurden. Sie wurden nach historischen Plänen angefertigt, um das kulturelle Erbe von Esquibien wieder sichtbar zu machen. Eine der Originalkanonen aus dem 18. Jahrhundert (ca. 1715) wurde tatsächlich vor Jahren im Sand gefunden und befindet sich heute im Ort Esquibien am „Place du Cabestan“.

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Die Pointe de Penn an Enez

Die Anlage war Teil des großen Küstenschutzes, den Sébastien Le Prestre de Vauban, der berühmte Festungsbaumeister Ludwigs XIV., forcierte.

  • Der Auftrag: Die Bucht von Audierne galt als gefährliches Einfallstor. Die Kanonen sollten britische und holländische Schiffe daran hindern, in die „Anse du Cabestan“ (die Bucht von Trez Goarem) einzulaufen, um dort Truppen abzusetzen oder den Hafen von Audierne von der Seite anzugreifen.

  • Die Besatzung: In Friedenszeiten war die Batterie oft nur schwach besetzt, doch bei Gefahr wurde die „Milice garde-côte“ einberufen – Bauern und Fischer aus Esquibien und Umgebung (im Alter von 16 bis 60 Jahren), die im Umgang mit den schweren Geschützen geschult waren.

  • Der Name der Landzunge: ‚Penn an Enez‘ (Ende der Insel) ist dabei vermutlich ein jahrhundertealter Schreibfehler auf Seekarten – eigentlich müsste es ‚Penn an Menez‘ (Ende des Hügels) heißen, was die wilde Klippenlandschaft über dem Strand von Trez Goarem viel treffender beschreibt.
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Wehe dem, der sich in früheren Zeiten der Küste des Caps näherte

Kurs auf den Leuchtturm von Lervily

Setzen Sie die Wanderung von Penn an Enez in Richtung Osten fort. Nach etwa einer halben Stunde erreichen Sie die Pointe de Lervily.

 

Der dortige Leuchtturm ist ein markanter Orientierungspunkt der Region. Ein kleiner Tipp für den Abend: Das Leuchtfeuer von Lervily ist nachts sogar von unserem Haus aus zu sehen – es blitzt zuverlässig links hinter Audierne auf.

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 Die Pointe de Lervily

Der Phare de Lervily: Vom "Fanal du Pharillon" zum modernen Leuchtturm

Wer heute am Leuchtturm von Lervily steht, blickt auf über 280 Jahre Geschichte. Hier sind die Etappen dieses faszinierenden Ortes:

 

1. Das Erbe des Sonnenkönigs (1744)

Schon vor fast 300 Jahren entwarf Dominique Alexis du Breuil du Marchais, der Ingenieur des Königs, hier einen 9 Meter hohen Turm. Damals hieß er noch „Fanal du Pharillon“. Im Erdgeschoss wohnte ein Wärter, und eine enge Wendeltreppe führte hinauf zum Licht – ein einsamer Posten am Ende der Welt.

 

2. Das „Fort de Lervily“ & das tödliche Kreuzfeuer (1793)

Während der Französischen Revolution wurde Lervily zur Festung. Um den Hafen von Audierne zu schützen, wurden schwere 18-Pfund-Kanonen aufgestellt.

Strategie: Die Kanonen von Lervily kreuzten ihr Feuer mit den Batterien von Cremenec (Plouhinec) und Raoulic (Audierne). Kein feindliches Schiff konnte in die Bucht eindringen, ohne in diesen Hagel aus Eisen zu geraten.

Geheimtipp: Suchen Sie an der Küste vor dem Leuchtturm nach der Steinstele mit dem eingravierten Anker. Sie markiert genau den Ort, an dem früher die Soldaten und Kanonen standen.

 

3. Hightech des 19. Jahrhunderts: Der Semaphor (1862)

Unter Napoleon III. wurde der moderne Semaphor gebaut. Es war eine Art „optisches Internet“ der damaligen Zeit:

Mit beweglichen Armen an einem hohen Mast signalisierten die Wärter den Schiffen auf See. Die Architektur war für die Zeit spektakulär: Eine Vigie (Wachzimmer) mit sieben Fenstern bot einen Panoramablick über den Atlantik von der Pointe du Raz bis zur Pointe de Penmarc’h.

 

4. Besatzung, Feuer und Rettung (1944 – heute)

Das Inferno: 1944, bei ihrem Rückzug, legten die deutschen Besatzer Feuer. Der Semaphor brannte komplett aus und blieb 25 Jahre lang eine gruselige Ruine.

Die Rettung: 1960 übernahm der Dienst für Leuchttürme den Turm, um ihn in den heutigen Phare de Lervily zu verwandeln. Der Semaphor selbst wurde Ende der 60er Jahre an Privatleute verkauft und so vor dem Abriss gerettet. Heute ist er ein Ferienhaus.

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Der phare de Lervily

Pointe de Lervily, Phare de Lervily, markanter Stein mit Anker, GR34

Halten Sie Ausschau nach der Steinstele mit dem eingravierten Anker

Ein Paradies für „Wellen-Gucker“ und Surf Profis

Wenn der Atlantik tief Luft holt, wird die Küste vor Lervily zur Bühne für die Meister der Wellen. Hier, wo tückische Strömungen und schroffe Felsriffe aufeinandertreffen, trainieren regelmäßig die besten Surfer der Region.

Es ist kein Revier für Anfänger – die kraftvollen Brecher verlangen absolute Perfektion, ansonsten wird es lebensgefährlich.

 

Für Wanderer bietet sich ein spektakuläres Schauspiel: Von den sicheren Klippen aus lässt sich mitverfolgen, wie die Profis die türkisgrüne Wand reiten, während die Gischt in den Himmel stiebt. Ein Logenplatz für Naturgewalten!

Ein Profi auf der perfekten Welle im Sonnenuntergang vor Lervily

Vorbei an der „Insel der Kühe“

Von der Pointe de Lervily führt der Küstenweg zügig weiter Richtung Audierne.

Ein markanter Punkt auf diesem Weg ist die Île aux vaches (die Insel der Kühe).

Lassen Sie sich vom Namen nicht täuschen: Es handelt sich nicht um eine grüne Weide, sondern um eine schroffe, markante Felszunge, die weit in den Atlantik hineinragt. Bei Flut und Wellengang zeigt der Ozean hier oft noch einmal seine Zähne.

 

Warum aber ‚Insel der Kühe‘? Manche sagen, es liege am Brüllen der Brandung, das bei Sturm durch die Felsspalten hallt. Für Seeleute war dieser Ort stets eine Warnung, für Wissenschaftler ein natürliches Labor zur Erforschung der Meereskraft. Heute ist die Felszunge vor allem ein Logenplatz, um die gewaltigen Winterwellen zu bestaunen, die hier mit einer Wucht brechen, die man bis in die Fingerspitzen spürt.

 

In den 1970er und 80er Jahren wurde genau hier eine der wichtigsten Studien zur Wellendynamik durchgeführt (die sogenannten „Expériences de l'Île aux Vaches“). Forscher installierten Sensoren auf den Felsen, um zu messen, wie sich Wellen brechen und welche Kraft sie dabei entwickeln. Diese Daten werden heute noch weltweit für den Bau von Deichen und Wellenbrechern verwendet.

 

Für die Surfszene ist die Île aux Vaches ein „Mythos“. Bei extremem Winter-Swell bricht hier eine der gewaltigsten Wellen der Bretagne und die Île aux Vaches wird zur Hochburg des Big-Wave-Surfens. Nur wenige Profis wagen sich dann auf's Wasser.

Sainte-Evette: Tor zum Atlantik und zur Île de Sein

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Audierne Sainte-Evette, das alte Gebäude der Seenotretter

 Als moderner Port de Plaisance (Yachthafen) bietet Sainte-Evette Seglern aus aller Welt Schutz und einen malerischen Ankerplatz in der weiten Bucht von Audierne.

 

Der Hafen von Esquibien-Sainte-Evette ist aber weit mehr als nur ein Ankerplatz – er ist die lebenswichtige Nabelschnur zur Île de Sein, die draußen im Atlantik den Elementen trotzt.

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Die Enez Sun wird beladen für ihre Überfahrt zur Île de Sein

Am offiziellen Anleger (Embarcadère) herrscht jeden Morgen geschäftiges Treiben, wenn die Enez Sun ihre Leinen loswirft. Ihr Name ist bretonisch für „Insel Sein“ und ihre Aufgabe ist höchst pragmatisch, sie bringt nicht nur neugierige Besucher zur Île de Sein, sondern liefert auch alles Lebensnotwendige – von Lebensmitteln bis zu Baumaterialien. 

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Der Strand und der Yachthafen von Sainte-Evette

Die Legende der Heiligen Evette: Schutzpatronin der Fischer von Audierne

Die Heilige Evette (Sainte Edwett), die Schutzpatronin der Fischer der Bucht von Audierne, ist hier allgegenwärtig.

  • Die Einsiedelei am Meer: Der Legende nach zog sich die Heilige im 4. Jahrhundert an genau diesen Küstenabschnitt zurück. In ihrer Einsiedelei lebte sie in tiefer Verbundenheit mit dem Ozean und den Elementen, bis sie im Jahr 383 verstarb.

  • Wächterin der Seeleute: Über die Jahrhunderte hinweg wurde sie zur wichtigsten Fürsprecherin für die Männer von Audierne auf See. Wenn die Stürme in der Bucht von Audierne tobten, richteten sich die Gebete der Familien an sie, um die Boote sicher heimzuführen.

  • Das „Pardon“ – Eine lebendige Tradition: Beim alljährlichen Pardon de Sainte-Evette Mitte Juli zieht eine feierliche Prozession von Audierne bis zur Chapelle. Die Statue der Heiligen wird geschmückt und die Verbundenheit zwischen den Menschen und dem Meer wird feierlich erneuert.

Chapelle Sainte-Evette in Audierne, Esquibien, Patronin der Fischer von Audierne
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Der Strand von Trescadec, ganz hinten das 'Grand Large' und der Leuchtturm

Vom Yachthafen Sainte-Evette aus führt der Weg nun direkt am Wasser entlang. Genießen Sie eine entspannte Viertelstunde Fußweg. Sie passieren zuerst die Plage de Sainte-Evette und spazieren dann weiter entlang der Küstenlinie der Plage de Trescadec.

 

Das Ziel dieser Etappe ist so einladend wie die Aussicht: Das Restaurant Le Grand Large. Direkt oberhalb des Strandes mit Blick auf den Leuchtturm gelegen, ist es der perfekte Ort für eine wohlverdiente Pause.

  • Der Ausblick: Lehnen Sie sich zurück und lassen Sie den Blick über die Bucht schweifen – direkt vor Ihnen wacht der Leuchtturm von Audierne (Phare du Raoulic) über die Hafeneinfahrt.

  • Die Stärkung: Ob ein frisches Fischgericht oder eine regionale Spezialität – hier können Sie neue Energie tanken, bevor Sie den Rückweg nach Esquibien antreten oder noch ein wenig das Treiben an der Mole beobachten.

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Le Grand Large ; gute Hausmannskost mit Blick auf den Leuchtturm von Audierne


Wanderung Trez Goarem - Pointe du Raz

Flexibel die Küste entdecken

Diese Route führt Sie von Trez Goarem entlang der Südküste des Cap Sizun in Richtung der Pointe du Raz.

 

Das Schöne dabei: Sie bestimmen das Ziel und die Dauer der Wanderung.

Je nach Lust und Laune können Sie die gesamte Strecke bis zur  Pointe du Raz wandern oder an einem der charakteristischen Zwischenstopps umkehren und den Rückweg antreten. Jeder Kilometer bietet neue, spektakuläre Ausblicke auf den Atlantik.

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Blick vom Strand von Trez  Goarem in Richtung der Pointe du  Raz

Erster Halt: Der uralte Hafen Pors Tarz

Wenn Sie die Dünen von Trez Goarem hinter sich lassen und dem Küstenwanderweg (GR34) nach Westen folgen, erreichen Sie nach etwa 20 Minuten den kleinen Schutzhafen Pors Tarz. Er liegt bereits auf dem Gebiet der Gemeinde Primelin und wirkt ein wenig wie aus der Zeit gefallen.

 

Hier begegnen Sie den steinernen Zeugen einer vergangenen Epoche:

  • Die historischen Viviers: Direkt an der zerklüfteten Küste befinden sich die alten Salzwasserbecken. Sie wurden 1883 über natürlichen Meeresgrotten errichtet.

  • Das Erbe der Fischer: Einst nutzten die Fischer von Audierne diese Becken, um ihren wertvollen Fang – Hummer und Langusten – lebend aufzubewahren, bis er verkauft werden konnte.

  • Die historischen Becken, die 1883 von den Gebrüdern Audibert (namhafte Fischhändler aus Audierne) erbaut wurden, standen jahrzehntelang leer und waren dem Verfall preisgegeben. Da sie direkt in den Fels gehauen und mit massiven Mauern gegen den Atlantik geschützt sind, ist eine Renovierung extrem kostspielig und technisch schwierig.

Zwischen Ruine und Renaissance.......

Wer heute an den alten Viviers von Pors Tarz vorbeiwandert, spürt deutlich den Hauch von Veränderung. Nachdem die majestätischen Steinbecken aus dem Jahr 1883 fast ein Jahrhundert lang dem Zerfall überlassen waren, flüstert man sich hier an der Küste Geschichten über ihre Zukunft zu.

 

Das markante Haus über den Klippen, das zu den Viviers gehört , wurde inzwischen verkauft und bereits aufwendig und mit viel Gespür für die historische Substanz renoviert. Auch wenn die alten Mauern der Hummerbecken noch gezeichnet sind von den Stürmen des Atlantiks, gibt es wohl ehrgeizige Pläne: Es heißt, die legendären Viviers sollen zu neuem Leben erweckt werden, um hier wieder – wie vor 140 Jahren – die kostbarsten Schätze des Meeres in reinem Meerwasser zu hältern. Ob Privatrefugium oder künftiger Hotspot für Feinschmecker – Pors Tarz bleibt ein schönes Zwischenziel auf einer Wanderung in Richtung der Pointe du Raz.

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Pors Tarz mit seinen Meeresgrotten und den ehemaligen Vivier für Krustentiere

Von Pors Tarz zur Anse du Loc'h

Der Weg führt weiter westwärts über die Pointe du Castel. Von hier oben hat man einen fantastischen Blick zurück auf die zerklüftete Küstenlinie, bevor sich der Pfad langsam senkt. Nach etwa einer halben Stunde Wanderung und knapp drei Kilometern erreichen wir die Anse du Loc'h – eine malerische Meeresbucht, die für ihren weitläufigen Kies- und Sandstrand bekannt ist.

 

  • Einkehrtipp: Direkt an der Bucht liegt die charmante Crêperie Le Galion (2, Route du Loc'h). Hier gibt es die wohlverdiente Belohnung: knusprige Galettes, süße Crêpes und eine Schale kühlen Cidre.

  • Der Ausblick: Von hier aus kann man wunderbar beobachten, wie die Wellen in die Bucht rollen, bevor man sich an das nächste Teilstück in Richtung der majestätischen Pointe du Raz macht.

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L' Anse du Loc'h  mit dem Schutzhafen Le Loc'h

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Spektakuläre Ausblicke machen die Wanderung zu einem besonderen Erlebnis

Nach der gemütlichen Rast in der Anse du Loc’h geht es nun wieder bergauf. Der Küstenpfad gewinnt an Höhe und führt Sie über zwei Aussichtspunkte: die Pointe des Moutons und die Pointe de Plogoff. An der Pointe des Moutons können Sie am kleinen Haus anhalten und die Aussicht genießen, dieses Häuslein steht allen Wanderern offen.

 

Mit jedem Schritt eröffnen sich neue, beeindruckende Ausblicke auf den unendlichen Atlantik. Mal peitscht die Gischt gegen die Granitfelsen tief unter Ihnen, mal glitzert das Wasser in tiefem Azurblau. Die frische Meeresbrise und die ständig wechselnden Perspektiven auf die zerklüftete Küstenlinie lassen die Zeit wie im Flug vergehen.

 

Nach knapp vierzig Minuten erreichen Sie den kleinen Schutzhafen Pors Loubous. Er liegt wie in eine Felsspalte gemeißelt und bietet den kleinen Fischerbooten Schutz vor der ungestümen See.

 

Pors Loubous, der kleine Schutzhafen, der im Zweiten Weltkrieg Geschichte schrieb, als dort Mitglieder der  Résistance anlandeten, zeugt noch heute von seiner wichtigen Rolle während des Krieges.

Die Point des Moutons mit dem kleinen Haus und Pors Loubous, ein Ort mit Geschichte

Von Pors Loubous aus setzt sich die Wanderung auf dem GR 34 fort. 

Schließlich erreichen Sie Pors Feunteun Aod, einen weiteren der kleinen Schutzhäfen, die so typisch für das Cap Sizun sind.

 

Der Name ist Programm: Feunteun Aod bedeutet im Bretonischen „Quelle an der Küste“. Früher war dieser Ort für die Seeleute überlebenswichtig, da sie hier ihre Süßwasservorräte direkt am Meer auffüllen konnten. Heute ist es ein ruhiger kleiner Hafen, an dem man wunderbar oberhalb auf der grünen Bank rasten kann, bevor man sich an das finale Stück Richtung Pointe du Raz macht

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Feunteun Aod

Die Wanderung erreicht nun ihre Zielgerade. Auf den nächsten 2,5 Kilometern führt der GR 34 Sie zum dritten und letzten der kleinen Schutzhäfen auf dieser Route: Pors Bestrée.

 

Pors Bestrée ist vielleicht der spektakulärste der kleinen Häfen. Er wirkt beinahe unwirklich, wie er dort in die steilen Felsen gehauen wurde. wenn Sie die vielen in den Stein gehauenen Stufen hinunter bis ans Hafenbecken gegangen sind, sehen Sie die beeindruckende steile Felswand direkt vor sich aufragen. 

  • Historischer Hafen: Früher war Pors Bestrée der Hauptabfahrtspunkt für die Fähre zur Île de Sein.

Pors Bestrée

Während Sie Pors Bestrée hinter sich lassen und die letzte Wegstrecke antreten, verändert sich die Perspektive: Die Île de Sein taucht nun klar und deutlich am Horizont auf.

Bei gutem Wetter sieht man die flache Silhouette der Insel und den markanten Leuchtturm  inmitten der glitzernden Wellen des Atlantiks.

 

Jeder Schritt bringt Sie nun näher an das majestätische Ende der Welt – die Pointe du Ra, die noch etwa 1,5 Kilometer entfernt liegt.

 

Endspurt! Noch ungefähr 1,5 Kilometer geht es weiter zur Pointe du Raz. Immer entlang der beeindruckenden Küstenlandschaft des Cap Sizun.

 

Während Sie Pors Bestrée hinter sich lassen und die letzte Wegstrecke antreten, verändert sich die Perspektive: Die Île de Sein taucht nun klar und deutlich am Horizont auf. Bei gutem Wetter sieht man die flache Silhouette der Insel und den markanten Leuchtturm Grand Lejon inmitten der glitzernden Wellen des Atlantiks.

Jeder Schritt bringt Sie nun näher an das majestätische Ende der Welt – die Pointe du Raz.

 

Ein besonderes Zeichen, das Ihnen zeigt, dass Sie es fast geschafft haben, ist die Entdeckung des Phare de Tévennec im Hintergrund. Dieser legendäre Leuchtturm, der wie ein einsamer Wächter mitten im Atlantik auf einer winzigen Felseninsel steht, ist eine der beeindruckendsten und gefürchtetsten Landmarken der bretonischen Küste. Wenn seine Silhouette am Horizont sichtbar wird, sind es nur noch wenige Minuten bis zum Ziel.

 

Bucht von Audierne, Cap Sizun, Plogoff, Pointe du Raz, Tevennec

Und dann ist es so weit: Sie haben das Ziel Ihrer Wanderung erreicht – die Pointe du Raz, eines der "Grands Sites de France". Ein Ort von atemberaubender Schönheit und unbändiger Naturgewalt, der als westlichster Punkt des französischen Festlandes gilt. (Pointe du Raz.)

 

Der Ausblick von der bis zu 70 Meter hohen Steilküste entschädigt für jede Anstrengung. Hier oben eröffnet sich ein beeindruckendes 360-Grad-Panorama über den Atlantik, das es in sich hat:

  • Der Raz de Sein: Direkt unter Ihnen rauschen die starken Strömungen im Raz de Sein, einer der gefährlichsten Schiffspassagen Europas. Aus den schäumenden Wellen erhebt sich ein legendärer Leuchtturm: der Phare de la Vieille und etwas weiter rechts liegt der einsame Phare de Tévennec auf seinem Felseninselchen im Atlantik.

  • Die Île de Sein: Acht Kilometer vom Festland entfernt, doch bei gutem Wetter zum Greifen nah, erstreckt sich die flache Silhouette der Île de Sein direkt vor Ihnen. Ein kleines Eiland, dessen Bewohner seit Jahrhunderten mit und von dem Meer leben.

  • Phare d'Ar Men: Ganz hinten am Horizont, rechts gelegen von der Île de Sein, ragt der berühmte Leuchtturm Ar Men aus den Wellen. Er ist wohl einer der bekanntesten Leuchttürme der Bretagne – und mit seiner extrem exponierten Lage der am weitesten vom Festland entfernte Leuchtturm Frankreichs. (Leuchttürme)

  • Notre-Dame des Naufragés (Unsere Liebe Frau der Schiffbrüchigen): Kurz vor der äußersten Spitze steht dieses monumentale Denkmal aus Carrara-Marmor, das 1904 vom Bildhauer Cyprien Godebski geschaffen wurde. Es stellt die stehende Maria mit dem Jesuskind im Arm dar. Sie wendet sich einem zu ihren Füßen knienden Schiffbrüchigen rettend zu. Es ist ein Ort des Innehaltens und der Erinnerung an die unzähligen Seeleute, die im tückischen Raz de Sein ihr Leben lassen mußten.
  • Der Sémaphore der Pointe du Raz: Etwas oberhalb thront der Sémaphore, eine Küstenfunkstelle der französischen Marine. Ursprünglich als Leuchtturm gebaut, sicherte er den Raz de Sein bis zur Inbetriebnahme von La Vieille im Jahr 1887. Heute wird in diesem markanten Gebäude rund um die Uhr der Schiffsverkehr im Raz de Sein, einer der gefährlichsten Passagen Europas überwacht. Gleichzeiting überwacht man hier den Schiffsverkehr in der Bucht von Douarnenez und in der Bucht von Audierne. Die Soldaten sichern aber nicht nur die Schifffahrt, sondern leisten auch Wetterbeobachtungen. 

Die Pointe du Raz mit dem Sémaphore  und der Raz de Sein mit dem Phare de la Vieille

Es ist immer etwas los im Raz de Sein vor der Pointe du Raz, Blick auf den Leuchtturm La Vieille und hinüber zur Île de Sein.

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Der Phare de Tévennec, gesehen von der Pointe du Raz, sagenumwoben, 'verflucht' und inzwischen leider dem Verfall preisgegeben