In Plouhinec erwartet Sie eine außergewöhnliche Dichte an prähistorischen Schätzen.
Entlang eines etwa 1,5 km langen Küstenwanderweges begeben Sie sich auf eine Reise durch die Alt- und Jungsteinzeit – immer am Atlantik entlang.
Der gut beschilderte Pfad führt dich an beeindruckenden Zeugen der Menschheitsgeschichte vorbei:
Pointe du Suc'h: Eine neolithische Nekropole mit beeindruckenden Dolmen.
Menez Dregan: Eine Grotte direkt am Atlantik, die zu den ältesten Fundstellen menschlichen Lebens in Europa zählt.
Pors Poulhan: Die „Allée Couverte“, ein prachtvolles Galeriegrab nah an der Küste.
Menhire: Mysteriöse Steinsetzungen, die die Landschaft prägen.
Unser Tipp: Besuchen Sie vorab das Informationszentrum „Centre d’interprétation de Menez Dregan“. Dort können Sie auch bequem Ihr Auto parken. Im Informationszentrum wird anschaulich vermittelt, wie die Menschen damals lebten und welche tiefe Bedeutung die Dolmen und die Megalithen für sie hatten.
Die Grotte von Menez Dregan ist weit mehr als nur eine Höhle; sie ist eine der bedeutendsten archäologischen Fundstätten Europas.
Wissenschaftler entdeckten hier eine der ältesten Feuerstellen der Menschheit. Die mit einem Steinring eingefasste Herdstelle wird auf ein Alter von ca. 465.000 Jahren datiert.
Stellen Sie sich vor:
Andere Landschaft: Damals lag die Grotte nicht direkt am Wasser, sondern etwa 10 Kilometer landeinwärts.
Landbrücken: Die heutige Île de Sein war zu dieser Zeit noch fest mit dem Festland verbunden.
Frühe Menschheit: Hier lebten Menschen lange vor dem Homo Sapiens und nutzten die geschützte Lage der Höhle.
Interessant zu wissen: Die Ausgrabungen zeigen Schicht für Schicht, wie sich das Klima und der Meeresspiegel über Jahrtausende verändert haben.
Heute blickt man von der Grotte direkt auf die Brandung – ein krasser Kontrast zur damaligen Zeit.
Nur etwa 100 Meter oberhalb der Grotte von Menez Dregan verändert sich die Szenerie: Man kommt von der Altsteinzeit direkt in das Neolithikum (Jungsteinzeit).
Die Nekropole Pointe du Souc'h thront majestätisch über der Küste von Plouhinec, mit Blick weit über die Bucht von Audierne.
Diese bedeutende Fundstätte steht als Monument Historique unter besonderem Denkmalschutz. Die Anlage ist ein Zeugnis der frühen Sesshaftigkeit und des Totenkults unserer Vorfahren.
Sieben Dolmen: Insgesamt umfasst die Nekropole sieben Grabanlagen, von denen vier bereits vollständig ausgegraben und für Besucher erschlossen sind.
Architektonische Vielfalt: Die Anlagen zeigen unterschiedliche Bauweisen, die über Generationen hinweg genutzt und erweitert wurden.
Die Lage der Nekropole wurde sicher nicht zufällig gewählt. Von der Pointe du Souc'h aus genießt du einen spektakulären Panoramablick über den Atlantik bis hin zur legendären Île de Sein. In der Jungsteinzeit war dies ein heiliger Ort zwischen Land und Meer.
Direkt an der Spitze der Pointe du Souc'h, wo der Wind am kräftigsten weht, steht ein kleines, gedrungenes Steinhäuschen. Es wirkt fast so zeitlos wie die direkt benachbarten Dolmen, doch seine Geschichte führt uns in das 18. Jahrhundert.
Dieses ehemalige Wachhaus (Corps de Garde) wurde um 1747 errichtet. Zu dieser Zeit befand sich Frankreich im Krieg, und die Küstenbewohner mussten ständig mit Angriffen feindlicher Schiffe rechnen.
Strategischer Posten: Von hier aus hatten die Küstenwächter einen perfekten Blick über die Bucht von Audierne. Sobald ein verdächtiges Segel am Horizont auftauchte, wurde Alarm geschlagen.
Stein auf Stein: Das Häuschen ist eine architektonische Besonderheit. Um den gewaltigen Stürmen zu trotzen, besteht sogar das Dach aus massiven Steinen. Es gibt kein Holz, das verrotten oder bei einem Angriff Feuer fangen könnte.
Vom Soldaten zum Zöllner: Im 19. Jahrhundert wurde das Gebäude von Zöllnern genutzt, die von hier aus Jagd auf Schmuggler machten, die versuchten, ihre Waren heimlich in den kleinen Hafen von Pors Poulhan zu bringen.
Nachdem das Wachhaus lange Zeit als Ruine dem Verfall preisgegeben war, wurde es 1997 liebevoll restauriert. Heute ist es eines der meistfotografierten Motive entlang des Küstenwanderwegs GR34 in Plouhinec.
Wenn man vor dem Häuschen steht und den Blick über den Atlantik schweifen lässt, spürt man noch einen Hauch der Einsamkeit und der Verantwortung, die die Wächter hier vor über 250 Jahren verspürt haben müssen.
Ebenfalls an der Pointe du Souc'h, das uralte Corps de Garde nahe am Küstenweg
Am Ende Ihrer kleinen Wanderung, direkt am malerischen Hafen von Pors Poulhan, liegt die Allée couverte von Menez Korriged (was übersetzt so viel wie „Berg der Korrigane“ oder Zwerge bedeutet).
Dieses beeindruckende Galeriegrab liegt direkt oberhalb von Pors Poulhan.
Dass wir dieses Denkmal heute in seiner vollen Pracht bewundern können, ist keine Selbstverständlichkeit. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Anlage schwer beschädigt und schließlich fast vollständig abgerissen.
Erst durch die akribische Arbeit des Archäologen M. Le Goffic konnte das Monument gerettet werden. Durch Grabungen gelang es ihm, das Monument zu restaurieren. Er nutzte:
Dank dieser wissenschaftlichen Detektivarbeit wurde das Galeriegrab originalgetreu restauriert und für die Nachwelt bewahrt.
Die Anlage ist etwa 15 Meter lang und birgt eine bauliche Besonderheit, die man nur selten findet:
Die spitz zulaufende Platteneinfassung am Ende des Grabes erinnert stark an den Bug eines Schiffes. Diese symbolische Form schlägt eine faszinierende Brücke zwischen der letzten Ruhestätte und der ewigen Reise über das Meer – ein Motiv, das perfekt zur Lage direkt am Atlantik passt.
Vom Ferienhaus nach Menez Dregan: In etwa 45 entspannten Minuten erreichen Sie die ersten Megalithen. Der Weg führt Sie über den Küstenweg (GR34), immer am Atlantik entlang.
Weiter zum Hafen: Nach deinem Rundgang durch die Welt der Dolmen und Menhire sind es nur noch etwa 10 Minuten Fußweg auf dem Küstenwanderweg nach Pors Poulhan, einem kleinen Hafen mit Creperie und Bar. Dort läßt sich vortrefflich eine Rast einlegen, bevor man gut gestärkt den Rückweg antritt.
Pors Poulhan, der kleine malerische Hafen, lädt zu einer Rast ein. Hier gibt es im Sommer leckere Crêpes und ganzjährig eine Bar, das Les Côtiers.
Auf Youtube zeigen wir Ihnen das schönste Ende der Welt:
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