Ein Besuch in Landévennec lässt sich hervorragend mit einem Ausflug auf die Halbinsel von Crozon verbinden. Das malerische Örtchen liegt fast direkt am Weg und bildet den sanften Übergang zwischen dem rauen Atlantik und dem bewaldeten Ufer des Flusses Aulne.
Landévennec ist bekannt für seine außergewöhnliche Lage. Eingebettet in eine enge Schleife der Aulne, ist der Ort so geschützt vor den harschen Westwinden, dass hier ein fast mediterranes Mikroklima herrscht. Es ist nicht ungewöhnlich, in den Gärten Palmen und Mimosen zu entdecken, während nur wenige Kilometer weiter die Brandung gegen die Klippen von Camaret peitscht.
Beeindruckend am letzten Mäander der Aulne gelegen, "l'Abbaye de Landévennec"
Etwa eine gute Autostunde von Plouhinec entfernt, liegt die Abbaye de Landévennec. Hier, am geschützten Ufer des Flusses Aulne, kurz bevor dieser in die Rade de Brest mündet, scheint die Zeit ein wenig langsamer zu laufen.
Landévennec selbst ist ein beschauliches Örtchen mit nur rund 350 Einwohnern. Dank seiner extrem windgeschützten Lage genießt der Ort ein außergewöhnlich mildes Mikroklima. Es ist ein überraschender Anblick: Während man eben noch die salzige Gischt des Atlantiks gespürt hat, flaniert man hier plötzlich unter stattlichen Palmen und blühenden Mimosen.
Die alte Abtei ist ein bedeutendes Zeugnis bretonischer Geschichte. Sie gilt als eines der ältesten Klöster der Region und beeindruckt durch ihre Lage in der grünen Flusslandschaft.
Wichtiger Hinweis für Ihre Reiseplanung
Die Abtei kann ausschließlich in der Saison von März bis November besichtigt werden. Sollten Sie außerhalb dieser Zeit anreisen, lohnt sich der Besuch des Ortes wegen seiner besonderen Atmosphäre und der botanischen Vielfalt dennoch, die Abtei bleibt jedoch verschlossen.
Zwei Abteien an einem Ort: Lassen Sie sich nicht verwirren: In Landévennec gibt es zwei Abteien. Die historische Ruine (alte Abtei) mit ihrem spannenden Museum am Wasser nimmt Sie mit auf eine Reise in die Vergangenheit.
Die neue Abtei (Abbaye Saint Guénolé) auf der Anhöhe hingegen ist ein lebendiger Rückzugsort. Hier leben und arbeiten auch heute noch Mönche nach der Regel des Heiligen Benedikt.
Mein Tipp: Besuchen Sie nach der Ruine unbedingt den Klosterladen der Mönche – die dort hergestellten Fruchtpasten und das Caramel au beurre salé de Landévennec sind legendär!
Die Geschichte der Abtei von Landévennec ist eine Geschichte von Beständigkeit und Neuanfang. Gegründet wurde sie nach der Überlieferung durch den Heiligen Guénolé am Ende des 5. Jahrhunderts. Damit gilt sie als das älteste Heiligtum der Bretagne und als Keimzelle der Christianisierung der Region.
Ein Ort im Wandel der Zeit
Keltische Wurzeln: In den ersten Jahrhunderten lebten die Mönche hier nach strengen keltischen Glaubensregeln. Erst um das Jahr 818 hielt die Regel des Heiligen Benedikt Einzug, was Landévennec enger mit der religiösen Entwicklung des restlichen Europas verband.
Zerstörung und Wiederaufbau: Die Lage am Wasser war Fluch und Segen zugleich. Im Jahr 913 wurde die Abtei zum Ziel der Wikinger, die das Kloster plünderten und bis auf die Grundmauern niederbrannten. Doch der Ort war zu bedeutend, um aufgegeben zu werden. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Anlage immer wieder neu errichtet und schließlich zu einer prachtvollen romanischen Kirche ausgebaut.
Das Ende durch die Revolution: Das endgültige Aus für die historische Anlage kam im Jahr 1781 (im Zuge der Französischen Revolution). Die Abtei wurde zum „Nationaleigentum“ erklärt und verkauft. Tragischerweise dienten die ehrwürdigen Mauern in den folgenden Jahrzehnten den Menschen der Umgebung als willkommener Steinbruch – ihre Steine wurden als Baumaterial für Häuser und Wege abgetragen.
Heute: Was Sie heute bei Ihrem Besuch sehen, sind die archäologisch freigelegten Fundamente und Mauern dieser wechselvollen Geschichte. Es ist ein Ort, der trotz seiner Zerstörung eine unglaubliche Ruhe und Würde ausstrahlt.
Die alte Abtei von Landévennec
Nachdem die Ruinen über 150 Jahre lang dem Verfall preisgegeben waren, begann Mitte des 20. Jahrhunderts ein neues Kapitel für diesen heiligen Ort.
Ein Neuanfang im Jahr 1950
Die Benediktiner kehrten an ihre Wurzeln zurück und kauften das Gelände der Abtei zurück. Statt die Ruinen wieder aufzubauen, entschieden sie sich für einen respektvollen Umgang mit der Geschichte: Oberhalb der historischen Überreste errichteten sie eine neue Abtei, die bis heute ein aktives Zentrum des klösterlichen Lebens ist.
Vom Steinbruch zum Museum
Parallel zur Wiederbelebung des geistlichen Lebens erwachte auch das wissenschaftliche Interesse an dem Standort:
Archäologische Ausgrabungen: Im Jahr 1958 begannen die ersten Grabungen, die Mitte der 80er-Jahre intensiv fortgesetzt wurden. Sie brachten die Fundamente der verschiedenen Epochen – von den keltischen Anfängen bis zur romanischen Pracht – wieder ans Licht.
Das Musée de l'ancienne abbaye: Um diese Schätze zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, entstand am Rande des Geländes das moderne Museum der alten Abtei.
Was Sie heute erwartet:
Das Museum informiert Sie nicht nur umfassend über die bewegte und oft dramatische Geschichte der Abtei selbst. Es bietet darüber hinaus regelmäßig wechselnde Ausstellungen zur Geschichte der Bretagne an.
Die Grundmauern der alten Abtei
| Zeitraum | Öffnungszeiten | |
| März | 14:00 – 17:00 Uhr | Oft nur unter der Woche, Samstag & Sonntag meist geschlossen |
| April bis Juni | 10:30 – 18:00 Uhr | Täglich geöffnet, außer am 1. Mai |
| Juli bis August | 10:30 – 19:00 Uhr | Täglich durchgehend (Hauptsaison) |
| September | 10:30 – 18:00 Uhr | Täglich geöffnet |
| Oktober | 14:00 – 17:00 Uhr | Außerhalb der Ferien: Samstags geschlossen |
| Allerheiligen-Ferien | 10:30 – 18:00 Uhr | Täglich (bis ca. 5. November) |
Nur ein kurzes Stück oberhalb der historischen Ruinen schlägt das Herz von Landévennec heute in der neuen Benediktinerabtei Saint-Guénolé. Hier leben aktuell etwa achtzehn Mönche nach der Regel des Heiligen Benedikt und bewahren die jahrhundertealte Tradition dieses Ortes.
Gastfreundschaft und Einkehr Das Kloster ist weit mehr als nur ein spirituelles Zentrum – es ist ein Ort der Begegnung. Wenn Sie auf der Suche nach Stille sind oder den Alltag für eine Weile hinter sich lassen möchten, bietet die Abtei besondere Möglichkeiten:
Die „Hôtellerie“: Das Kloster verfügt über ein Gästehaus mit Einzel- und Doppelzimmern. Nach vorheriger Anmeldung können Sie hier einen oder mehrere Tage verbringen.
Klosterleben hautnah: Als Gast haben Sie die Möglichkeit, an den täglichen Gebeten der Mönche teilzunehmen oder in der beeindruckenden und umfangreichen Klosterbibliothek zu stöbern – ein Ort tiefer Ruhe und Inspiration.
Süße Klosterschätze: Die berühmten Fruchtpasten Ein Besuch der Abtei ist nicht vollständig, ohne einen Blick in den Klosterladen zu werfen. Die Mönche nutzen die Erzeugnisse aus den hiesigen Gärten für eine ganz besondere Spezialität:
Handgefertigte Fruchtpasten: Diese „Pâtes de fruits“ werden in der eigenen Manufaktur hergestellt und mit verschiedenen Aromen verfeinert. Sie gelten als weit über die Region hinaus bekanntes Flaggschiff der klösterlichen Handwerkskunst.
Tipp: Neben den Fruchtpasten finden Sie im Magasin du Monastère auch viele weitere hochwertige Produkte aus anderen europäischen Klöstern – ideal als Mitbringsel oder zur eigenen Stärkung.
Nach der Besichtigung der Abtei sollten Sie es auf keinen Fall versäumen, noch ein wenig durch den Ort zu schlendern. Ein Bummel führt Sie fast automatisch hinunter an das Ufer der Aulne.
Hier zeigt sich Landévennec von seiner sanftesten Seite: Das milde Mikroklima sorgt dafür, dass stattliche Palmen und exotische Pflanzen die Gärten der Häuser schmücken. Gemeinsam mit den Fischerbooten, die im ruhigen Wasser der Flussmündung schaukeln, verleihen sie dem beschaulichen Ort ein überraschend südländisches Flair.
Das milde Mikroklima von Landévennec macht südländische Vegetation möglich
Mittelmeerflair in der Bretagne, die Gärten der Häuser werden von Palmen gesäumt.
Landévennec hält für Entdecker noch zwei weitere Besonderheiten bereit, die man so nur selten findet:
Die Gezeitenmühle - Moulin à Marée
Bestaunen Sie die alte Moulin à Marée de Landévennec. Diese Mühlen sind geniale technische Denkmäler der Vergangenheit: Sie nutzten die gewaltige Kraft von Ebbe und Flut, um ihre Mahlwerke anzutreiben. In einer Region, die so stark von den Gezeiten geprägt ist wie die Bretagne, war dies über Jahrhunderte eine lebenswichtige Technologie.
Der Schiffsfriedhof der Marine - Cimetière des navires
Ein weitaus melancholischerer, aber nicht weniger beeindruckender Anblick bietet sich Ihnen in der letzten großen Schleife (Mäander) der Aulne. Dort, wo das Wasser besonders tief ist, befindet sich der Schiffsfriedhof der französischen Marine.
Die letzte Reise: Die Schiffe werden zuvor in Penfeld oder Brest komplett entwaffnet und von Schadstoffen befreit, bevor sie hier festgemacht werden. Sie warten auf diesem militärischen Sperrgebiet auf ihre endgültige Demontage oder darauf, auf hoher See versenkt zu werden.
Die Giganten der Meere: Die grauen Rümpfe der ausgemusterten Kriegsschiffe, die hier friedlich im Flusswasser liegen, bilden einen bizarren Kontrast zur grünen Naturlandschaft.
Oberhalb von Landévennec an der Zufahrtsstraße zum Ort gibt es einen Aussichtspunkt, von dem aus man den Schiffsfriedhof einsehen kann.
Entwaffnete Schiffe der französischen Marine warten in der Aulne auf ihr Ende.
Wer Landévennec im Jahr 2026 besucht, wird Zeuge eines Generationenwechsels: Nachdem der Schiffsfriedhof im Herbst 2025 fast vollständig geräumt wurde, um Platz für neue ausgemusterte Einheiten zu schaffen, wirkt die Bucht momentan ungewohnt weit. Für Besucher im Jahr 2026 bedeutet dies, dass die vertraute Silhouette der vielen grauen Riesen momentan etwas ausgedünnt ist.
Doch die nächsten Giganten der Marine sind bereits für 2026 angekündigt und werden die stille Flussschleife bald wieder in einen Friedhof der besonderen Art verwandeln.
Malerisch in der Aulne gelegen, die Île de Térénez.
Wenn Sie vom Aussichtspunkt oberhalb des Ortes über die Aulne-Schleife blicken, fällt Ihnen sofort eine kleine, fast kreisrunde und dicht bewaldete Insel ins Auge – die unbewohnte Île de Térénez.
Ein Spaziergang durch das Watt: Das Besondere an dieser Insel ist ihre Erreichbarkeit. Bei Ebbe zieht sich das Wasser so weit zurück, dass man die Île de Térénez zu Fuß über das freiliegende Watt erreichen kann. Es ist ein kurzes, aber faszinierendes Abenteuer zwischen Flusslandschaft und Gezeiten.
Die beste Perspektive: Einmal auf der Insel angekommen, werden Sie mit einem ganz besonderen Ausblick belohnt. Von hier aus haben Sie eine noch direktere Sicht auf den Schiffsfriedhof. Die ausgemusterten Giganten der Marine wirken von diesem Standpunkt aus noch imposanter und greifbarer.
Direkt in Landévennec, mit einem spektakulären Blick auf die Aulne-Schleife, erwartet Sie mit Breizh Odyssée ein modernes Kultur- und Besucherzentrum, das 2020 eröffnet wurde. Es ist weit mehr als ein klassisches Museum – es ist eine Einladung, die Identität der Bretagne mit allen Sinnen zu begreifen.
Schon vor dem Betreten des Zentrums begegnen Sie der Geschichte auf Augenhöhe: Zwei imposante Statuen begrüßen die Gäste. Nominoë, der erste Herzog und Einiger der Bretagne, und die legendäre Anne de Bretagne stehen hier als Wächter der bretonischen Identität.
Die Ausstellung führt Sie durch vier thematische Welten, die mit modernster Multimedia-Technik zum Leben erweckt werden:
Die Geburt der Bretagne: Erleben Sie den Weg von den ersten keltischen Siedlern bis zur Entstehung einer eigenständigen Nation. Historische Rekonstruktionen machen diese ferne Zeit greifbar.
Ein Volk des Meeres: In diesem Bereich wird die untrennbare Verbindung der Bretonen zum Ozean spürbar. Von waghalsigen Seefahrern bis zum Schiffbau – hier erfahren Sie, wie das Salz des Meeres die Geschichte der Region prägte.
Eine Kultur der Vielfalt: Tauchen Sie ein in die Welt der bretonischen Sprache, der Musik und der Trachten. Interaktive Stationen lassen Sie die lebendige Kultur nicht nur sehen, sondern auch hören und erleben.
Die Bretagne von morgen: Das Zentrum schließt mit einem Blick nach vorn. Wie meistert die Region die Herausforderungen von Umweltschutz und Moderne, ohne ihre Wurzeln zu verlieren?
Fazit für Ihren Besuch:
Breizh Odyssée ist der perfekte Ort für Familien und Geschichtsinteressierte gleichermaßen. Dank der multimedialen Aufbereitung werden selbst komplexe historische Zusammenhänge spannend erzählt. Es ist die ideale Ergänzung zur Besichtigung der Abtei, um das „große Ganze“ der bretonischen Geschichte zu verstehen.
Nach so viel Geschichte und Kultur gibt es kaum einen schöneren Ort, um die Eindrücke Revue passieren zu lassen, als das L’Awen.
Direkt im Gebäude des Breizh Odyssée am Ufer der Aulne gelegen, ist dieses Café-Restaurant ein echter Geheimtipp für Genießer.
Das L’Awen (bretonisch für „Inspiration“ oder „Fluss“) wird seinem Namen voll gerecht. Ob auf der herrlichen Panorama-Terrasse mit Blick auf die sanfte Bucht der Aulne oder im gemütlichen Innenraum – hier herrscht eine entspannte, herzliche Atmosphäre. Es ist der ideale Ort, um nach der Erkundung der Abtei oder einer Wanderung auf dem Küstenpfad auf der Crozon Halbinsel die Seele baumeln zu lassen.
Regionale Küche mit Herz Die Küche legt größten Wert auf Frische und Lokalität:
Bretonische Klassiker: Freuen Sie sich auf typische Spezialitäten wie Galettes, fangfrischen Fisch und Meeresfrüchte.
Moderne Akzente: Die Karte bietet auch kreative, moderne Interpretationen und hält immer schmackhafte Optionen für Vegetarier und Veganer bereit.
Süßer Abschluss: Die hausgemachten Desserts sind der perfekte Begleiter zu einem Kaffee am Nachmittag.
Ein lebendiger Treffpunkt Das L’Awen ist kein reiner Touristenort, sondern ein lebendiger Treffpunkt für die Einheimischen. Regelmäßige Live-Musik, kleine Kulturveranstaltungen oder Themenabende machen das Restaurant zu einem Ort des echten bretonischen Austauschs.
Nützliche Infos für Ihren Besuch:
Lage: Place de la Mairie, direkt am Ufer – ideal zu Fuß, mit dem Rad oder dem Auto erreichbar.
Hunde: Ihre vierbeinigen Begleiter sind auf der Terrasse herzlich willkommen.
Tipp: Da das Restaurant sehr beliebt ist, empfehle ich Ihnen – besonders in der Hochsaison – vorab einen Tisch zu reservieren.
Ausblick vom Awen Kafe auf die schönen alten Häuser von Landévennec
und die Aulnemündung
Wenn Sie Landévennec verlassen und die Rückfahrt nach Plouhinec antreten, empfehle ich Ihnen unbedingt den Weg über die Brücke von Térénez.
Nur wenige Kilometer vom Ort entfernt erwartet Sie ein Bauwerk, das Ingenieurskunst und Ästhetik auf spektakuläre Weise verbindet.
Ein Weltrekord in der Kurve
Die Pont de Térénez ist weit mehr als eine gewöhnliche Brücke. Sie ist die erste im Grundriss gekrümmte Schrägseilbrücke Frankreichs. Das bedeutet, dass die Fahrbahn nicht gerade, sondern in einer eleganten Kurve über den Fluss führt.
Beeindruckende Maße: Mit einer Hauptspannweite von 285 Metern und einer Gesamtlänge von 515 Metern gehört sie weltweit zu den Spitzenreitern ihrer Bauart. Auch wenn heute in China noch größere Bauwerke stehen, bleibt die Pont de Térénez ein technisches Meisterwerk von internationalem Rang.
Die Verbindung der Halbinsel Das Bauwerk überspannt das tief eingeschnittene Tal der Aulne in einer sanften Kurve und verbindet die Halbinsel Crozon mit dem Nordufer in Richtung Le Faou und Châteaulin. Die Fahrt über die Brücke bietet Ihnen – besonders bei klarem Wetter – einen atemberaubenden Blick über das glitzernde Wasser und die bewaldeten Hänge der Aulne-Schleifen.
Die im Jahr 2011 eröffnete moderne Schrägseilbrücke gilt heute als eine der schönsten Brücken Frankreichs. Sie ersetzte die alte Spannbetonbrücke aus dem Jahr 1952, die den modernen Belastungen nicht mehr standhielt. Heute bietet sie eine beeindruckende Kombination aus technischer Raffinesse und harmonischer Einbettung in die geschützte Naturlandschaft.
Eleganz aus Stahl und Beton Besonders Architektur- und Technikliebhaber kommen hier auf ihre Kosten:
Die Pylone: Die Fahrbahn ruht auf zwei markanten, leicht geneigten Pylonen, die etwa 100 Meter hoch wie Pfeile in den Himmel ragen. Ihre elegante, leicht nach außen geneigte Form ist nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern trägt entscheidend zur Stabilität der gesamten Konstruktion bei.
Kraftvolle Details: In der Spitze jedes Pylons verbirgt sich ein technisches Schwergewicht – ein jeweils 119 Tonnen schwerer Ankerblock.
Das Seilfächer-System: Die Pylone bilden das Rückgrat der Brücke. Von ihnen aus spannen sich insgesamt 72 Seilpaare in einem präzisen Fächermuster auf. Diese halten die Fahrbahn stabil und führen sie sicher über das tiefe Tal der Aulne.
Dieses Bauwerk beweist eindrucksvoll, dass moderne Infrastruktur die Schönheit der bretonischen Landschaft nicht stören muss, sondern sie um ein zeitgenössisches Wahrzeichen bereichern kann.
Ein besonderes Plus für alle Wanderer: Die Pont de Térénez ist nicht nur den Autos vorbehalten. Dank eines breiten und komfortablen Fußgänger- und Radwegs lässt sich das Bauwerk ganz entspannt ohne Motor überqueren.
Perspektivwechsel: Zu Fuß spüren Sie die Dimensionen der Pylone erst richtig und können in aller Ruhe den Panoramablick über das grüne Aulnetal genießen. Auch für vierbeinige Begleiter ist die Überquerung problemlos machbar – so kommt auch der Hund in den Genuss der frischen Brise über dem Fluss.
Einkehr mit Aussicht: Ein perfekter Ausflugstag lässt sich wunderbar im Térénez Café abrunden. Es liegt unmittelbar an der Brücke und ist so positioniert, dass man beim Kaffee oder einem Kaltgetränk einen beeindruckenden Blick auf die geschwungene Konstruktion und das Spiel der Seile hat.
Auf Youtube zeigen wir Ihnen das schönste Ende der Welt:
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