Filme mit Schauplatz Bretagne

 Die Filme rund um Kommissar Dupin kennt wohl inzwischen jeder, daher hier einige andere Filme und Serien, die in der Bretagne spielen.

Dreh von "Plogoff 1980", Regisseur Nicolas Guillou bei der Arbeit, Plogoff, Cap Sizun

Dreh von "Plogoff 1980" . Regisseur Nicolas Guillou bei der Arbeit

 

Plogoff 1980 

 

Der Kampf gegen ein geplantes AKW in der Nähe der Pointe du Raz

 

Der bekannte bretonische Filmregisseur Nicolas Guillou drehte im Herbst 2021 in und um Plogoff seinen Spielfilm "Plogoff 1980", der sehr eindrucksvoll den erbitterten Kampf der bretonischen Bevölkerung gegen ein am Cap Sizun geplantes, riesiges Atomkraftwerk zeigt.

 

Kinostart im Herbst 2022

Drehorte: Das gesamte Cap Sizun

 

Dreh von "Plogoff 1980" . Regisseur Nicolas Guillou bei der Arbeit, Plogoff, Cap Sizun, Bretagne

Das große Los

1 Insel, 40 Einwohner, 2 Betrüger

 

Filmplakat A L'Ancienne, französischer Kinofilm

 

Das große Los ist eine charmante französische Komödie, die auf einer kleinen, abgeschiedenen Insel vor der bretonischen Küste spielt. Das Leben dort ist ruhig, überschaubar und geprägt von Gemeinschaft: Gerade einmal 40 Einwohner teilen sich Alltag, Sorgen und Hoffnungen – bis ein unerwarteter Lottogewinn alles durcheinanderwirbelt.

 

 

Als die Nachricht die Runde macht, dass jemand auf der Insel den Jackpot geknackt hat, beginnt ein turbulentes Verwirrspiel. Zwei Fremde wittern ihre Chance und versuchen, sich den Gewinn unter den Nagel zu reißen. Doch auf einer Insel, auf der jeder jeden kennt, bleiben Geheimnisse selten lange verborgen. Zwischen Misstrauen, Solidarität und viel trockenem Humor entfaltet sich eine Geschichte über Gier, Zusammenhalt und die Frage, was im Leben wirklich zählt.

 

 

Der Film nutzt die raue Schönheit der bretonischen Inselwelt als stimmungsvolle Kulisse: Wind, Meer und enge Dorfgemeinschaft prägen die Atmosphäre und verleihen der Komödie eine besondere Authentizität. Das große Los ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch eine liebevolle Hommage an das Inselleben in der Bretagne – mit all seinen Eigenheiten, seiner Herzlichkeit und seinem ganz eigenen Rhythmus.

 

 

Alles Licht das wir nicht sehen

 

Filmplakat 'Alles Licht, das wir nicht sehen', Kinofilm

 

Alles Licht, das wir nicht sehen ist die Verfilmung des gleichnamigen, mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Romans von Anthony Doerr. Die internationale Miniserie aus dem Jahr 2023 führt eindrucksvoll in die Bretagne, genauer gesagt in die historische Korsarenstadt Saint-Malo, deren Mauern, Gassen und Küstenlandschaft eine zentrale Rolle in der Geschichte spielen.

 

Im Mittelpunkt steht die blinde französische Jugendliche Marie-Laure, die während des Zweiten Weltkriegs mit ihrem Vater Zuflucht in Saint-Malo sucht. Parallel dazu wird die Geschichte des deutschen Waisenjungen Werner erzählt, eines hochbegabten Funktechnikers, dessen Lebensweg ihn unaufhaltsam in den Krieg führt. Über Funkwellen, Radiogeräte und geheime Signale sind die Schicksale der beiden auf berührende Weise miteinander verbunden.

 

Die Serie verbindet eine zutiefst menschliche Geschichte mit der eindrucksvollen Kulisse der Bretagne. Das Licht über dem Meer, die massiven Stadtmauern von Saint-Malo und das stetige Rauschen der Wellen stehen im starken Kontrast zu den dunklen Zeiten des Krieges. Dabei wird die Bretagne nicht nur als Schauplatz gezeigt, sondern als Ort der Hoffnung, des Überlebens und der stillen Schönheit.

 

Alles Licht, das wir nicht sehen ist ein bewegendes Werk über Menschlichkeit, Mut und die Kraft der inneren Wahrnehmung – und zugleich eine atmosphärische Liebeserklärung an die besondere Ausstrahlung der bretonischen Küste.

 

 

Die Frau des Leuchtturmwärters

Filmplakat 'Die Frau des Leuchtturmwärters', Kinofilm

Rückblick: Der Kriegsheimkehrer Antoine kommt auf die kleine bretonische Insel Quessant und bringt er das Leben der Bewohner dort ordentlich drucheinander. Während ihn die Männer argwöhnisch beobachten, sind die Frauen fasziniert von ihm. Nicht nur die junge Brigitte findet sofort  Gefallen an Antoine, sondern auch Mabé, die Frau des Leuchtturmwärters, verfällt seinem Charme.

 

Regisseur Lioret arbeit im Film gezielt mit einer Rückblendenstruktur, die dafür sorgt, dass sich im Verlauf des Films eine heimliche, erst im Nachlass einer Verstorbenen von deren Tochter entdeckte Liebesgeschichte entfaltet:

 

Als sie ihr Elternhaus verkaufen will, erfährt Camille, dass ihre Mutter Mabé (Sandrine Bonnaire) vor 40 Jahren eine Affäre mit Antoine (Grégori Derangère) hatte, einem Kollegen ihres Mannes, des Leuchtturmwärters (Philippe Torreton). Eine Liebe, die beide nicht vergessen konnten; Antoine hat sogar einen Roman darüber geschrieben, nach dessen Lektüre Camille ihre eigene Herkunft plötzlich in einem völlig neuem Licht erblickt.

 

Die Frau des Leuchtturmwärters nimmt den Zuschauer auf eine ruhige Art mit, lässt ihn nicht mehr los, fesselt ihn und fasziniert ihn. Ein herrlicher und besonderer Film vom Ende der Welt!

 

 

 

Der geheime Roman des Monsieur Pick

 

Filmplakat 'Der geheime Roman des Monsieur Pick'

 

 

Der geheime Roman des Monsieur Pick ist eine französische Komödie mit literarischem Touch nach dem gleichnamigen Roman von David Foenkinos.

 

Der Film beginnt weit im Westen Frankreichs, in der Bretagne: In einem abgelegenen Dorf auf einer bretonischen Insel gibt es eine ganz besondere Bibliothek – sie sammelt all jene Manuskripte, die von Verlagen im Laufe der Zeit abgelehnt wurden. Genau dort entdeckt die junge Verlegerin Daphné Despero zufällig ein bisher unentdecktes Manuskript, das sie so begeistert, dass sie es unbedingt veröffentlicht. 

 

Das Buch erscheint als ein wunderbarer Roman, der sofort ein Bestseller wird – doch der angebliche Autor, Henri Pick, war ein einfacher bretonischer Pizzabäcker, der seit zwei Jahren tot ist und angeblich nie etwas anderes geschrieben hat als Einkaufslisten. Auch seine Witwe kann sich nicht erinnern, ihn jemals am Schreiben gesehen zu haben. Diese außergewöhnliche Geschichte sorgt für großes Aufsehen und einen Skandal in der Literaturszene. 

 

Der berühmte Literaturkritiker Jean‑Michel Rouche glaubt nicht daran, dass Pick tatsächlich der Verfasser des Romans ist. Er macht sich auf die Suche nach der wahren Herkunft des Buches und begibt sich auf eine Spurensuche, die ihn von Paris zurück in die Bretagne führt. Dort trifft er auf Joséphine Pick, die belesene Tochter des Pizzabäckers, die ihm hilft, dem Geheimnis auf die Schliche zu kommen. Je mehr er recherchiert, desto mehr gerät nicht nur der Literaturbetrieb ins Wanken, sondern auch sein eigener Blick auf Literatur, Kreativität und das Wesen des Schreibens selbst.  

Die malerische Kulisse der Bretagne – mit ihrem rauen Meer, den kleinen Dörfern und dem besonderen Charme der abgelegenen Inselbibliothek – ist dabei nicht nur Hintergrund, sondern verleiht der Geschichte ein Gefühl von Rätsel, Tradition und der stillen Magie der Literatur. 

 

 

Willkommen in der Bretagne

 

 

Filmplakat 'Willkommen in der Bretagne'

 

Willkommen in der Bretagne ist eine warmherzige französische Komödie, die mit Humor und Feingefühl den Zusammenprall zweier Welten erzählt: Stadt und Provinz, Tempo und Gelassenheit, Vorurteile und Wirklichkeit.

 

Als eine Protagonistin eher widerwillig in die Bretagne kommt, begegnet sie zunächst Skepsis – gegenüber der Region, ihren Menschen und ihrem scheinbar ruhigen Lebensstil.

 

Doch nach und nach entfaltet die Bretagne ihren ganz eigenen Charme. Zwischen Küste und Hinterland, kleinen Dörfern, eigenwilligen Charakteren und einer starken Gemeinschaft lernt sie, das langsamere Leben zu schätzen.

 

Missverständnisse, komische Situationen und überraschende Begegnungen machen deutlich, dass hinter Klischees oft viel Herzlichkeit, Stolz und Lebensfreude stecken.

Der Film lebt von seinen liebevoll gezeichneten Figuren und den atmosphärischen Bildern der bretonischen Landschaft.

 

Willkommen in der Bretagne ist eine humorvolle Hommage an eine Region, die durch ihre Eigenständigkeit, ihre Traditionen und ihre Nähe zum Meer geprägt ist – und die zeigt, dass Ankommen manchmal bedeutet, alte Vorstellungen loszulassen.

 

 

Frau Ella

 

Filmplakat 'Frau Ella'

 

 

Der Taxifahrer und ehemalige Medizinstudent Sascha (Matthias Schweighöfer) erfährt, dass seine Freundin Linda  (Anna Bederke) schwanger ist und baut im ersten Schock über die Nachricht prompt einen Unfall. Im Krankenhaus gelandet, teilt er sich das Zimmer mit der 87 jährigen Ella (Ruth Maria Kubischek), die ihm zunächst gewaltig auf die Nerven geht. Sascha entführt die redselige Ella kurzerhand aus dem Krankrenhaus, um sie vor einer unnötigen Operation zu bewahren und quartiert sich auch gleich bei ihr ein.

 

Ella offenbart Sascha ein altes Geheimnis: Sie sehnt sich nach ihrer großen Jungendliebe, dem amerikanischen Soldaten Jason. Zusammen mit Saschas Freund Klaus (August Diehl) begeben sich die drei spontan auf eine abenteuerliche Reise nach Paris und in die Bretagne, um Ellas Traum Wirklichkeit werden zu lassen und ihre Jugendliebe wiederzufinden.

 

Drehorte in der Bretagne waren unter anderem Quimper, Pont Croix und die Pointe du Van.

 

 

 

Eine Bretonische Liebe

 

Filmplakat 'Eine bretonische Liebe'

 

 

Eine bretonische Liebe ist eine warmherzige französische Tragikomödie von Regisseurin Carine Tardieu aus dem Jahr 2017, die vor der malerischen Kulisse der Bretagne spielt. Die rauen Küsten, charmanten Dörfer und die besondere Atmosphäre Nord‑West‑Frankreichs bilden nicht nur den Hintergrund, sondern verstärken die Mischung aus Humor, Gefühl und Lebensfragen, die den Film prägen. 

 

Im Mittelpunkt steht Erwan, ein 45‑jähriger Minenentschärfer und Witwer, der nach dem Tod seiner Frau allein für seine erwachsene Tochter Juliette sorgt. Als Juliette überraschend schwanger wird, will Erwan unbedingt wissen, wer der Vater ihres Kindes ist – aus Liebe, Verantwortung und der Sorge um die Zukunft seiner Tochter. 

 

Ein DNA‑Test bringt eine weitere überraschende Wendung: Erwan erfährt, dass der Mann, den er sein Leben lang für seinen Vater gehalten hat, nicht sein biologischer Vater ist. Plötzlich beginnt für ihn eine Suche nach seinem wahren Vater und damit nach einem Stück seiner eigenen Identität. 

 

Diese Suche führt ihn zu Joseph, einem lebensfrohen älteren Mann aus der Nachbarschaft, mit dem sich zunächst eine zarte, freundschaftliche Verbindung entwickelt. Gleichzeitig begegnet Erwan der selbstbewussten Anna, in die er sich verliebt. Doch als sich herausstellt, dass Anna möglicherweise die Tochter von Joseph und damit Erwans Halbschwester sein könnte, wird seine Gefühlswelt auf eine harte Probe gestellt. 

 

Vor der atemberaubenden Kulisse der bretonischen Landschaft entfaltet Eine bretonische Liebe eine Geschichte über Familiengeheimnisse, Identität, Liebe und das Unerwartete im Leben. Mit Witz, Herz und einer Portion französischem Charme zeigt der Film, wie kompliziert und zugleich wunderbar menschliche Beziehungen sein können – und wie sehr die Landschaft der Bretagne selbst zur Stimmung und zum Gefühl der Geschichte beiträgt.

 

 

 

Wilde Wellen - Nichts bleibt verborgen

 

Filmplakat 'Wilde Wellen'

 

Wilde Wellen ist eine vierteilige deutsche Miniserie nach den Romanen von Christiane Sadlo.

 

Polizistin Marie Lamare wird in Paris angeschossen und von einem Augenzeugen gerettet. Als sie im Krankenhaus erwacht, hat sie ihre Erinnerung verloren und ihr Vater, mit dem sie eigentlich seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr hatte, nimmt sie mit in die Bretagne. Dort trifft sie zufällig ihren Retter von Paris, Paul, wieder.

 

Beide werden in einen weit zurückreichenden Kriminalfall verstrickt und Marie muss schließlich die Unschuld ihres Vaters beweisen.

 

Drehorte waren unter anderem das Cap Sizun, hier besonders die Pointe du Millier. Außerdem wurde in Quimper und am Strand von La Torche gedreht.

 

 

 

Ein Sommer in der Bretagne

ZDF Verfilmung

Filmplakat 'Ein Sommer in der Bretagne'

 

 

Die Tierärztin Britta ist frisch getrennt, auf der Suche nach einem Neubeginn findet sie per Zufall ihr Traumhaus in der Bretagne und lernt dabei den Fischer Yves kennen. Auch er möchte das Haus, das in einem anonymen Bieterverfahren verkauft wird, ersteigern und dort als zweites Standbein eine Ferienwohnung einrichten, da er und sein Vater von der Fischerei allein nicht leben können.

 

Zunächst findet Yves die Tierärztin einfach nur lästig, aber mit der Zeit schafft sie es, sein Herz zu erobern.  Als der Yves herausfindet, dass sie seine Gegnerin im Bieterverfahren um das Haus ist, wird er von Gewissensbissen geplagt, denn sie hatte ihm anvertraut, wie viel sie bereit ist, für das Haus geboten hatte er hat dieses Wissen genutzt, um sie zu überbieten. Noch bevor er ihr alles gestehen kann, kommt sie ihm auf die Schliche und ihre Enttäuschung ist riesengroß. Yves muss einen Weg finden, Britta in der Bretagne zu halten....

 

Drehorte waren unter anderem das Cap Sizun,

 

 

Elisa

 

Filmplakat 'Elisa'

 

Der Film erzählt die Geschichte der jungen Élisa, die nach dem Tod ihrer Mutter beginnt, nach ihrem unbekannten Vater zu suchen.

 

Ihre Reise führt sie in die raue, ländliche Bretagne, wo sie dem verschlossenen und einzelgängerischen Jacques Desmouceaux begegnet. Nach und nach stellt sich heraus, dass Jacques eine tragische Verbindung zu Élisas Vergangenheit hat.

 

Während Elisa versucht, die Wahrheit über ihre Herkunft zu erfahren, müssen beide lernen, mit Schuld, Verlust und unterdrückten Gefühlen umzugehen.

 

Vor der eindrucksvollen Kulisse der bretonischen Landschaft entwickelt sich eine leise, emotionale Geschichte über Versöhnung, Identität und die heilende Kraft menschlicher Nähe. 

 

Die Suche der Hauptfigur Marie nach ihrem Vater führt sie auf die bretonische Insel Sein, und Teile des Films wurden dort gedreht, z. B. Szenen am Leuchtturm Phare Le Guéveur und am Hafen der Île de Sein

 

 

Mathilde - Eine große Liebe

 

Filmplakat, 'Mathilde, eine große Liebe'

 

Der Erste Weltkrieg ist vorbei, die Kriegsheimkehrer sind zurück, doch in der Bretagne wartet die junge Mathilde, die als Kind an Kinderlähmung erkrankt war und nur mit Fixierungsschienen laufen kann, vergeblich auf die Rückkehr ihres Verlobten.

 

Schließlich erfährt Mathilde, dass ihr Verlobter Manech zu fünf Soldaten gehörte, die wegen angeblicher Selbstverstümmelung zum Tode verurteilt wurden. Anstatt das Todesurteil zu vollstrecken, verbannte man die fünf Verurteilten ins Niemandsland zwischen den deutsch-fanzösischen Fronten, um sie dort dem sicheren Tod zu überlassen.

 

Mathilde versucht nachzuvollziehen, was mit ihrem Verlobten passiert ist, sie findet sogar ein Grab mit seinem Namen auf einem Soldatenfriedhof, doch niemand kann bezeugen, dass er wirklich in jener ersten Nacht nach der Verbannung zwischen den Fronten ums Leben kam.

 

Um ihn zu finden setzt sie nun Himmel und Hölle in Bewegung, engagiert sogar einen Detektiv und findet schließlich einen der fünf Verbannten. Kann er ihr bei der Suche nach ihrem Verlobten helfen?

 

Gedreht wurde unter anderem im Finistère.

 

Portrait einer jungen Frau in Flammen

 

Filmplakat 'Portrait einer jungen Frau in Flammen'

 

Im Jahr 1770 hat die junge Bretonin Héloïse gerade die Klosterschule für adelige junge Damen verlassen und soll gegen ihren Willen bald eine von ihrer verwitweten Mutter arrangierte Ehe mit einem ihr unbekannten Mailänder Adligen eingehen.

 

Da sie sich weigert, ein Portrait von sich für den zukünftigen Gatten anfertigen zu lassen und Modell zu sitzen, engagiert ihre Mutter die Pariser Malerin Marianne, die sich als ihre Gesellschafterin ausgeben soll, um dann auf der einsamen Insel vor der Küste der Bretagne heimlich ein Portrait für die Hochzeit von ihr anzufertigen.

 

Marianne beobachtet Héloïse bei ihren Spaziergängen an der wilden Küste der Bretagne, um dann abends heimlich aus dem Gedächtnis ihr Portrait anzufertigen. Alls läuft nach Plan, bis sich Marianne verliebt. Beide junge Frauen wissen, dass ihre Liebesbeziehung nicht von Dauer sein kann, sie wird unweigerlich mit der Fertigstellung des Portraits enden.....

 

Der Film war Publikumsliebling in Cannes und erhielt diverse Preise. Landschaftsbilder wie Gemälde und die Geschichte einer für die damalige Zeit sehr ungewöhnlichen Liebesbeziehung machen ihn zu einem besonderen Filmerlebnis.

 

Drehorte war unter anderem die Halbinsel  von Quiberon

 

 

 

Die Purpurnen Flüsse, Staffel 1

 

Filmplakat 'Die purpurnen Flüsse, Staffel 1'

 

Der Pariser Ermittler Pierre Niémans und seine Kollegin Camille Delauney werden immer dann in die Provinz geschickt, wenn besonders brutale Verbrechen aufgeklärt werden müssen. Vor Ort sollen sie den Behörden bei ihren Ermittlungen unterstützen.

 

 

Ihr erster Fall führt sie an die Atlantikküste der Bretagne. Ein ehemaliger Kollege Niémans, der hier ganz zurückgezogen in einem Kloster lebte, wurde tot in den Dünen gefunden, ein rätselhaftes Tatoo in seiner Handfläche. Niémans und Delauney ermitteln im Kloster,  in dem sich die Klosterbrüder auf  frühe mittelalterliche Schriften zur Musikwissenschaft spezialisiert haben. Schon bald finden sie heraus, dass die rätselhafte Tätowierung des Toten im direkten Zusammenhang zu den Forschungen der Glaubensbrüher steht.

 

 

 

 

Filmplakat 'Gloria'

 

Gloria ist eine französische Dramathriller‑Miniserie aus dem Jahr 2021, die auf dem BBC‑Format Keeping Faith basiert und von Julien Colonna inszeniert wurde. Die Handlung folgt Gloria Meyers, einer erfolgreichen Anwältin und Mutter von drei Kindern, deren scheinbar geordnetes Leben aus den Fugen gerät. 

 

Die Geschichte beginnt in einem kleinen Ort in der Bretagne, wo Gloria mit ihrer Familie lebt – umgeben von der stillen, oft stürmischen Küstenlandschaft dieser Region. Eines Morgens fährt ihr Mann David wie gewohnt zur Arbeit, doch am Abend kehrt er nicht zurück. Niemand kann ihn erreichen, und es gibt keinerlei Spur von ihm. Kurz darauf steht Gloria nicht nur vor der Frage, was mit ihm geschehen ist, sondern auch vor schwerwiegenden familiären, beruflichen und finanziellen Problemen. 

 

Als Anwältin muss sie nicht nur den Betrieb ihres Mannes im Rechtsstreit fortführen, sondern entdeckt, dass sein Anwaltsbüro hoch verschuldet und sein beruflicher Ruf stark beschädigt ist. Schnell gerät sie in einen Strudel aus Verschwiegenheit, alten Geheimnissen und Zweifeln, während sie versucht, die Wahrheit über Davids Verschwinden herauszufinden. Unter Verdacht gerät bald nicht nur der Ehemann selbst, sondern auch Glorias Vergangenheit wächst zu einem Netzwerk aus ungelösten Rätseln und persönlichen Konflikten heran. 

 

Ein besonderes Merkmal der deutsch‑französischen Fassung ist der starke visuelle und atmosphärische Bezug zur Bretagne: Gedreht wurde hauptsächlich in Saint‑Malo und Cancale – dort, wo Glorias Zuhause liegt und die raue Küstenlandschaft zum ständigen Begleiter der Handlung wird. Meer, Felsbuchten und der alte Hafen prägen die Stimmung der Serie und unterstreichen die emotionalen Höhen und Tiefen der Protagonistin.

 

 

 

Alles was kommt

 

Filmplakat 'Alles was kommt'

 

Alles was kommt ist ein französisches Drama der Regisseurin Mia Hansen‑Løve mit Isabelle Huppert in der Hauptrolle. Der Film erzählt die Geschichte von Nathalie Chazeaux, einer engagierten Philosophie-Lehrerin in Paris, deren geordnetes Leben plötzlich aus den Fugen gerät.

 

Zu Beginn des Films reist Nathalie mit ihrer Familie an die bretonische Küste nach Saint-Malo, wo sie die Grabstätte des Schriftstellers Chateaubriand besucht. Diese kurze, aber eindrucksvolle Sequenz zeigt die raue Schönheit der Bretagne und setzt einen emotionalen Ton für die Veränderungen, die Nathalie in ihrem Leben erwarten.

 

Zurück in Paris erfährt Nathalie, dass ihr Ehemann sie nach 25 Jahren Ehe verlässt, während ihre Mutter ins Altersheim muss und bald darauf stirbt. Auch beruflich steht sie vor Umbrüchen: Ihr Verlag will ihre philosophischen Werke modernisieren oder neu ausrichten. Konfrontiert mit Verlust, Einsamkeit und der Unsicherheit der Zukunft, muss Nathalie ihr Leben neu ordnen.

 

Statt zu verzweifeln, beginnt sie, ihre Freiheit und neue Möglichkeiten zu entdecken. Der Film zeigt ihren Weg, offen für das Leben zu bleiben, trotz Schmerz und Veränderung. Die ruhige Erzählweise, die feinen Beobachtungen des Alltags und die Darstellung von Nathalie als starke, vielschichtige Frau machen Alles was kommt zu einem einfühlsamen Porträt über Verlust, Neubeginn und die Fähigkeit, mit der Veränderung zu wachsen.

 

Obwohl die Bretagne nur am Anfang des Films erscheint, verleiht diese Szene dem Film eine stille, symbolische Tiefe: Die Küste, die historischen Mauern von Saint-Malo und die Weite des Meeres stehen für Vergänglichkeit, Erinnerung und den Beginn neuer Wege, Themen, die sich durch Nathalies gesamte Geschichte ziehen.

 

 

Cornouaille

 

Filmplakat 'Cornouaille'

 

Odile (Vanessa Paradis) ist jung und unabhängig, sie hat sich eine gesicherte Existenz aufgebaut.

 

Als sie das Haus ihrer Tante in der Bretagne erbt und bezieht, beginnt sie jedoch langsam aber sicher den Bezug zur Realität zu verlieren. Sind es ihre Erinnerungen, die ihr Streiche spielen, oder spukt es wirklich im Haus am Ende der Welt?

 

Cornouaille spielt an der rauen Küste des Cap Sizun, Drehorte waren unter anderem Audierne, der Strand von Gwendrez, die Pointe du Raz.

 

 

 

 

3 Tage in Quiberon

 

Filmplakat '3 Tage in Quiberon'

 

3 Tage in Quiberon ist ein intensives, eindrucksvolles Filmdrama aus dem Jahr 2018, das an der rauen Küste der bretonischen Halbinsel Quiberon spielt.

 

In poetischen Schwarz-Weiß-Bildern erzählt der Film von drei entscheidenden Tagen im Leben der berühmten Schauspielerin Romy Schneider.

 

Im Frühjahr 1981 zieht sie sich zur Kur nach Quiberon zurück – körperlich erschöpft, seelisch verletzlich und begleitet von ihrer langjährigen Freundin Hilde Fritsch.

 

Während dieser Zeit trifft Romy Schneider auf den Journalisten Michael Jürgs und den Fotografen Robert Lebeck. Das daraus entstehende Interview wird zu einer schonungslos offenen Begegnung, in der Ruhm, Einsamkeit, Verletzlichkeit und der Wunsch nach Liebe und Anerkennung aufeinandertreffen.

 

Der Film zeigt Romy Schneider nicht als Ikone, sondern als zutiefst menschliche Frau – stark und zerbrechlich zugleich.

 

Die Landschaft der Bretagne spielt dabei eine stille, aber bedeutende Rolle: das Meer, der Wind und die weiten Strände von Quiberon spiegeln die innere Zerrissenheit der Protagonistin wider und verleihen dem Film eine besondere Atmosphäre

 

3 Tage in Quiberon ist nicht nur ein sensibles Porträt einer großen Schauspielerin, sondern auch eine eindrucksvolle Hommage an die melancholische Schönheit der bretonischen Küste.

 

 

Die Kult-Serie (1979): „Die Insel der dreißig Tode“

Filmplakat, die Insel der dreißig Tode, Claude Jade, 1979

Diese Version ist in Frankreich eine absolute Legende und hat dort einen ähnlichen Kultstatus wie die „Advents-Vierteiler“ in Deutschland.

  • Deutscher Titel: Sie lief bei uns unter dem Titel „Die Insel der dreißig Tode“.

  • Verfügbarkeit auf Deutsch: Ja! Die Serie wurde 1996 auf ARTE (als 12-Teiler) ausgestrahlt und ist auch auf DVD in deutscher Sprache erschienen.

  • Handlung: Im Jahr 1917 kehrt Véronique d’Hergemont (gespielt vom Truffaut-Star Claude Jade) nach Jahren der Trauer um ihren verschollenen Vater und Sohn in ihre Heimat zurück. Eine mysteriöse Nachricht führt sie auf die (fiktive) Insel Sarek vor der bretonischen Küste. Dort sieht sie sich mit einer grausamen Prophezeiung, 30 Särgen und den dunklen Machenschaften ihres totgeglaubten Mannes Vorski konfrontiert. Sogar Arsène Lupin taucht (im Gegensatz zum Roman) in der Serie nicht persönlich auf, was die Atmosphäre noch düsterer macht.

  • Drehorte: * Gedreht wurde vor allem im Morbihan und im Finistère.

    • Ein zentraler Schauplatz war die Gegend um Plouarmel.

    • Die unheimliche Atmosphäre der „Insel der 30 Särge“ wurde durch die raue Küstenlandschaft der Bretagne perfekt eingefangen.

Die Neuverfilmung (2022): „L’Île aux trente cercueils“

Filmplakat 'L'Île aux 30 Cercueils'

Dies ist eine modernisierte, freiere Adaption des Stoffes.

 

Verfügbarkeit auf Deutsch: Aktuell gibt es diese Version leider noch nicht auf Deutsch. Sie wurde für France 2 produziert und ist bisher vor allem im französischsprachigen Raum (Frankreich, Belgien, Schweiz) bekannt.

 

Handlung: Die Geschichte wurde in die Gegenwart versetzt. Christine (Virginie Ledoyen) erhält eine mysteriöse Videonachricht, die andeutet, dass ihr Kind bei der Geburt vor 15 Jahren auf der Insel Sarek nicht gestorben ist, sondern ermordet wurde. Sie kehrt auf die Insel zurück und wird von einer Mordserie erschüttert, die dem alten Aberglauben der „30 Särge“ folgt.

 

Drehorte (Finistère): * Diese Produktion nutzt die landschaftliche Schönheit des Finistère voll aus.

 

Landévennec: Hier wurden viele Szenen gedreht; das Café „Le Saint-Patrick“ wurde für den Film in das Hotel „Les Goélands“ verwandelt.

 

Weitere Drehorte waren Audierne, die Baie des Trépassés, Concarneau, Guilvinec und die Île d’Ouessant. 

Die Schlösser aus Sand

Filmplakat 'Die Schlösser aus Sand'

 

Die Schlösser aus Sand ist ein französisches Drama/Tragikomödie von Regisseur Olivier Jahan aus dem Jahr 2015.

 

Im Mittelpunkt steht die Fotografin Éléonore (gespielt von Emma de Caunes). Nach dem Tod ihres Vaters erbt sie ein Haus an der bretonischen Küste in den Côtes‑d’Armor, einem Teil der Bretagne, wo sie viele Sommer ihres Lebens verbracht hat. 

 

Da sie selbst keinen Führerschein besitzt, bittet Éléonore ihren Ex‑Freund Samuel (Yannick Rénier), sie zum Haus zu begleiten und ihr beim Vorbereiten des Verkaufs zu helfen. Während des Wochenendes kommen nicht nur Erinnerungen an die gemeinsame Zeit hoch, sondern auch an Éléonores verstorbenen Vater.

 

Zwischen den Besichtigungsterminen mit einer skurrilen Immobilienmaklerin und den unterschiedlichen Interessenten an dem alten Gebäude entfaltet sich eine Geschichte über Liebe, Verlust, Vergänglichkeit und die schwierig‑schöne Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. 

 

Der Titel „Die Schlösser aus Sand“ steht dabei symbolisch für fragile Lebensentwürfe und Beziehungen, die so wie Sandburgen vom Meer und der Zeit langsam verweht werden – ob Erinnerungen, Gefühle oder Träume.

 

 

 

Le Reseau Shelburn /

Das Shelburn Netzwerk

 

Filmplakat 'Das Shelburn Netzwerk'

 

Während des Zweiten Weltkriegs stürzten mehr als 10.000 alliierte Flugzeuge auf französischem Boden ab.

 

Von 1943 bis 1944 wurde das sogenannte 'Shelburn Network' von den Alliierten und dem französischen Widerstand gegründet, um die überlebenden Piloten zu retten und nach England auszufliegen oder zu verschiffen.

 

Mitten im von Deutschen besetzten Gebiet befindet sich die Evakuierungsstelle des Shelburn Netzwerks, an der bretonischen Nordküste in Plouha. Die extrem gefährliche Mission aller Beteiligter und der Kampf um das Leben jedes einzelnen abgestürzten Piloten wird von Nicolas Guillou in seinem Kinofilm 'Le Reseau Shelburn' eindrucksvoll in Szene gesetzt.

 

 

 

Die Ferien des Monsieur Hulot

 

Filmplakat 'Die Ferien des Monsieur Hulot'

 

Und noch ein alter Klassiker: Die Ferien des Monsieur Hulot

 

Monsieur Hulot, ein biederer Kleinbürger, fährt mit seinem uralten Auto in die schöne Bretagne, um dort seinen wohlverdienten Urlaub zu verbringen. Er findet ein günstiges Zimmer in einer kleinen Pension, ganz oben unterm Dach und ist bemüht, Kontakte mit den anderen Gästen zu knüpfen.

 

Auf seiner Suche nach Gesellschaft stolpert er jedoch von einem Missverständnis ins nächste und ruft so einige peinliche Katastrophen hervor. Schließlich sind alle Gäste der Pension froh, Monsieur Hulot wieder abreisen zu sehen.

 

Eine Slapstick Komödie der guten alten Art, von und mit dem berühmten Jacques Tati, in seiner Paraderolle des Monsieur Hulot.

 

Spielfilm Frankreich 1953

 

 

Claude Chabrol und die Bretagne

 

 

Wußten Sie eigentlich, dass der berühmte Regisseur Claude Chabrol gleich sieben seiner Filme in der Bretagne gedreht hat?

 

Das Biest muss  sterben, Die Fantome des Hutmachers, Die Farben der Lüge, Die Brautjungfer, Biester, Inspektor Lavardin oder die Gerechtigkeit, sie alle wurden an verschiedenen Drehorten in der Bretagne verfilmt.

 

Ganz besonders zu nennen wäre aber 'Le cheval de orgueil', das Traumpferd, Chabrols ganz persönliche Liebeserklärung an die Bretagne. Nach dem Roman von Pierre-Jakez Hélias beschreibt Chabrol das Leben einer bretonischen Bauernfamilie im Bigoudenland von 1908 bis 1918.

 

Film von Claude Chabrol, Le cheval d'orgueil